• 23.10.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Dieser kleine Sausack

familienrecht

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An sich führe ich keine persönlichen Beratungen durch, aber bei Bekannten mache durchaus mal eine Ausnahme. Ein deutsch-russischer Kumpel ist so ein Auserwählter. Er war verheiratet, hat zwei Kinder produziert und seine Ehefrau ist schließlich mit einem anderen Mann durchgebrannt. Der neue Hengst wird sicherlich ein besserer Ficker sein.

Nun zahlte mein Kumpel, ich nenne ich liebevoll Lenin, monatlich um die 600 Euro Unterhalt. Er sollte aber nach dem Gerichtsurteil 700 Schleifen abdrücken. Als seine Exehefrau wegen dieser Differenz die harte Keule auspackte und Lenins Lohn pfändete, war das Maß voll. Lenin machte krank. Über Monate faulenzte er zu Hause herum, bis er mich ansprach. Ich machte ihm klar, dass es nur einen Weg gibt. Nämlich meinen. Mein Rat hat nichts mit Genialität, sondern nur mit harten Eiern zu tun. Man muss handeln und darf nicht warten, bis einem die Exehefrau im Wochenrhythmus auf den Sack geht.

Um es kurz zu machen. Lenin hat sich einen Job mit 25 Stunden pro Woche gesucht, macht nebenbei etwas Nachbarschaftshilfe, zahlt 100 Euro pro Monat Unterhalt und ein Strafverfahren gegen ihn wegen §170 StGB Unterhaltspflichtverletzung wurde eingestellt. Nun geht Lenin immer gut gelaunt durch die Welt. Er macht Urlaub in Italien und Russland, spielt mit Vorliebe Eishockey und nagelt ab und an eine russische Maus, die gerne zu ihm anreist. Lenin hat mir einige WhatsApp seiner Ex gezeigt, die wie die Sau zetert. Lenin hat das deutsche Rechtssystem komplett verstanden. Nicht alles ist eine strafbare Handlung, auch wenn es so aussehen sollte. Lenin bekommt das Grinsen nicht aus seinem Gesicht heraus, wenn er mich sieht. Ich genieße natürlich diesen Erfolg, obwohl ich nichts getan habe. Er hat selbst gehandelt und lässt sich nicht mehr verarschen.

Nach diesem ersten Schritt zur Unterhaltsprellerei kam ich zur nächsten Stufe. Die Weiterbildung. Vor einigen Tagen erzählte mir Lenin, dass er zum Studium angenommen wurde. Obendrein hat er sich für ein weiteres Grundlagenstudium eingetragen. Er gibt richtig Gas. Schließlich geht es um seine Zukunft und mit einer hochwertigen Ausbildung ist alles möglich. Momentan sucht er ein Zimmerchen am Studienort und ist auf die grandiose Idee gekommen, seinen Körper für eine günstige Miete an eine sexgeile Frau zu verscherbeln. Das sind Ideen, die ihresgleichen suchen. Alles ist möglich und wer Schulden bis unters Dach hat, wird kreativ.

Es geht nicht immer nur um Unterhaltsschulden. An sich ist es egal, wie Schulden entstanden sind. Wichtig ist die Erkenntnis, dass mit Schulden das eigene Leben nicht zu Ende ist. Man darf nur nicht blöd sein, sondern geht einfach neue Wege.

Wäre Lenin nicht gepfändet worden, würde er heute noch seinen alten Job machen, monatlich 600 Euro Unterhalt abdrücken und am Existenzminimum leben. In diesem Hamsterrad wäre Lenin nie auf die Idee zu einem Studium gekommen. Erst die Pfändung und damit die Pleite machten ihn flexibel und risikobereit. Wer nichts hat, der kann nichts verlieren, aber viel gewinnen. Das ist zwar nicht neu, aber eine wichtige Erkenntnis, wenn man wieder bei null anfängt.

Läuft das Leben in halbwegs geordneten Bahnen, ist kaum ein Mann bereit, größere Risiken einzugehen. Ein Ehemann würde kaum auf die Idee kommen, seine Arbeitszeit zu reduzieren und weniger Lohn in Kauf zu nehmen, um zu studieren oder sich gar selbständig zu machen. Einem Ehemann hängt die Ehefrau im Nacken, die sofort rumheult. Wovon soll die Familie leben, wenn die Selbständigkeit nicht klappt? Frauen haben sofort jede Menge Argumente parat, aber in Wirklichkeit denken sie nur an sich. Das Geld muss stets maximal fließen, anstatt den Gürtel für eine bessere Zukunft vorübergehend etwas enger zu schnallen. Das ist Egoismus pur und nichts anderes.

Ich kenne einige Ehemänner, die tatsächlich das Zeug für eine eigene Firma hätten. Doch sie trauen sich nicht, weil sie die Reaktion der lieben Ehefrau kennen und fürchten. Noch dämlicher sind solche Experten, die wegen einer Frau einen gutgehenden Laden einfach schließen. Aus Liebe. Meist gehen solche Aktionen mit der Hammermethode vonstatten. Auch so etwas kenne ich aus eigener Erfahrung. Lustig bei diesen Geschichten ist, dass der Glaube an die Liebe jeglichen Verstand ausschaltet. Wenn man selbst so eine Überraschung erlebt, dann vergeht einem das Lachen. Das breite Grinsen kommt erst wieder, wenn man aus einer scheinbar ausweglosen Situation gestärkt hervorgeht.

Ob eine Frau tatsächlich eine Blockade für einen Mann ist, muss jeder selbst beurteilen. Frauen wollen natürlich immer nur das Beste. Egal ob vor, während oder nach der Ehe. Und oft kann man sich nur an die Birne greifen, wie weich und doof viele Männer werden, wenn sie an einer Pussy lecken.

Ein junger Mann, mit mir über einige Ecken verwandt, hat sein Studium abgebrochen. Er kann nur das Abitur vorweisen und arbeitet als Programmierer. Nun sprach er mich an, welche Auslandsmöglichkeiten er vielleicht hätte. Ich ließ meine Kontakte spielen und er hätte sofort in den USA bei einer der großen berühmten Softwarebuden anfangen können. Ein Freund hat sich persönlich dafür eingesetzt, weil ich ihn darum gebeten habe. Wer dann auf einmal nicht mehr wollte, war der junge Knabe aus meiner Familie. Er hat sich gegen diese Karrierechance entschieden, weil seine Freundin nicht mit in die USA gehen wollte. Heute schiebt er einen Kinderwagen und ist beruflich keinen Millimeter weiter gekommen. Pech gehabt. Ich bin um eine Erfahrung reicher. Was geht mich das Leben anderer an? Es ist schlichtweg nicht mein Problem und muss an mir abperlen, auch wenn es ein um ein Familienmitglied geht.

Ich finde es gut, wenn sich möglichst viele Männer für eine kleine Familie entscheiden und ihre Arbeit nicht als Priorität ansehen. Je größer diese Männergruppe wird, desto bessere Möglichkeiten haben leistungsbereite High-Performer. Andererseits werden durch die größer werdende Anzahl von Luschen die Weiterbildungsangebote knapper. Hochwertige Weiterbildungen fallen mangels Teilnehmern oft aus und wenn sie stattfinden, dann müssen meist weite Anfahrwege in Kauf genommen werden. Das ist eine nicht zu übersehende Entwicklung. Für einen Freien Mann ist das natürlich kein Problem. Er weiß, dass zuerst die harte Arbeit kommt und dann die große Ernte eingefahren wird. Der Fluss der fetten Kohle auf das eigene Konto ist dabei ein automatischer Nebeneffekt. Natürlich sind solche Männer unglücklich, weil sie keinen Kinderwagen schieben dürfen. So behauptet es jedenfalls völlig uneigennützig die Frauenwelt. Es ist unbewiesen, ob Männer mit Frau und Kinder wirklich glücklicher sind. Ich kenne jedenfalls keinen einzigen glücklichen Ehemann in meinem Alter. Und das reicht mir als Beweis völlig aus.


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