• 25.05.2018

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Die Nacht mit einer Alleinerziehenden

bar

» Artikel vom

Thomas ist Anfang 40. Es ist Freitag und er macht sich für das Nachtleben zurecht. Er trimmt seine Haare, feilt seine Fingernägel, rasiert sich, behandelt seine Haut mir diversen Lotionen und zieht ziemlich lässige Klamotten an. Seine Prada-Geldbörse ist nach einem Besuch bei seiner Sparkasse gut gefüllt. Er trinkt in seiner schicken Single-Wohnung noch einen Kaffee und zieht sich einige Pick-up Tipps rein, wie er mit coolen Sprüchen eine Frau aufreißen kann. Thomas hat sich vorgenommen, heute eine sexhungrige Alleinerziehende abzugreifen. Das sind leichte Opfer, denn diese Frauen suchen händeringend einen neuen Versorger für sich und ihr süßes Kind. Das klingt gut und nichts ist schöner, als mit geringem Aufwand seine Wichse in eine Muschi abzuladen.

Gegen 22 Uhr geht er zur Straßenbahn und fährt in die Altstadt. Er wohnt in München und da ist kein Mangel an Bars, wo viele Frauen abhängen und sich zur Schau stellen. In die erstbeste Bar geht Thomas hinein, lässig durch den Hauptgang, so dass alle Frauen ihn sehen können. Bei der Thekenschlampe bestellt er sich einen Gin-Tonic und mustert die Frauen. Alleinerziehende sind leicht zu erkennen. Sie tragen etwas abgetragene Klamotten und sie sehen aus wie eine Gardine mit Goldkante. Etwas billig, aber willig. Nach drei gepflegten Gin-Tonic geht er auf eine Dreiergruppe Frauen zu und spricht die Hässlichste von ihnen an. Hässliche Frauen in einer Frauengruppe sind leichte Opfer, weil sie einen Minderwertigkeitskomplex haben. Schließlich sind ihre Freundinnen allesamt hübscher und haben bessere Chancen als sie selbst. Sie sind froh, wenn sie von einem Mann angesprochen werden.

Thomas geht mit ihr tanzen. Sie heißt Anke und er muss schmunzeln, denn einige seiner Exen hießen Anke. Das hält er für ein gutes Zeichen, denn mit Frauen namens Anke hatte er bisher immer viel Spass. Beim Tanzen erfährt Thomas, dass Anke als Verkäuferin in einer Bäckerei arbeitet. Ein guter Ansatz für ein interessantes Gespräch, denkt sich Thomas, denn er hat letztens auf Phoenix eine Dokumentation über die Herstellung von Brotteig gesehen. Thomas fängt über Brotteig an zu erzählen, bis Anke sagte, dass sie davon keine Ahnung hat. Sie sei Verkäuferin und habe vom Bäckerhandwerk keine Ahnung. Also schwenkt Thomas das Gesprächsthema um und plaudert über Urlaub und mögliche Reiseziele. Er erfährt, dass Anke gerne mal auf die Malediven oder in die Karibik in eine schöne Clubanlage möchte. Schnell kommt Anke auf das Thema, was er von Kindern halten würde. Thomas erklärt, dass er Kinder mag, aber leider noch nicht die richtige Frau gefunden hat. Nicht ohne Hintergedanken erzählt Thomas, dass er zwar beruflich erfolgreich ist, sein Glück aber mit niemandem teilen könne. Bis jetzt jedenfalls. Frauen mögen diesen Hinweis, denn gut situierte bindungswillige Männer sind selten geworden.

Anke wird bei diesen Sätzen immer anhänglicher und fummelt Thomas an der Hüfte, während sie ihre etwas dicken Brüste an seinen Oberarm drückt. Die Wirkung lässt nicht lange auf sich warten. Thomas wird geil und denkt nur noch ans Ficken. Er spendiert Anke einige Drinks und da es noch nicht zu spät ist, gehen sie in ein Restaurant und kippen zum Essen eine Flasche Wein.

Leicht angetrunken gehen beide zu ihm. Die Wohnung mit schönem Parkett, offener Küche und großer Sonnenterrasse macht bei Anke Eindruck. Thomas vögelt Anke zuerst auf dem Sofa, dann im Bett und morgens lässt er sich einen blasen. Sie tauschen ihre Telefonnummern und Anke geht nach Hause. Nach nur wenigen Stunden meldet sich Anke und sagt ihm, dass sie so eine tolle Nacht noch nie erlebt hat. Sie möchte Thomas unbedingt wiedersehen. Anke fragt, ob sie denn ihren Jungen mitbringen könne. Na ja, wenn es sein muss, dachte Thomas. Das gehört wohl dazu, wenn man eine Alleinerziehende flach legen will.

Anke kam mit ihrem kleinen Jungen und schon war Thomas klar, dass ein kleiner Nachmittagsfick wohl nicht drin ist. Der Junge nervte pausenlos. Thomas schlug vor, gemeinsam in eine Eisdiele zu fahren. Er hoffte, dass der missratene Junge wenigsten beim Eis essen seine Klappe halten würde.

So stiegen sie in seinen Benz und der ungezogene Rotzlöffel schmierte Bonbons und Schokolade auf das teure Nappaleder. Seine dreckigen Schuhe stieß und drückte er laufend gegen die Vordersitze. Es war die Hölle für Thomas und er betete, dass dieses Drama bald zu Ende sei. Nach dem Eis essen fuhr Thomas die Anke mit ihrem Bengel nach Hause und war froh, als er die beiden los war.

Thomas war nun wieder alleine in seiner Wohnung und machte sich erst mal einen Kaffee. Er checkte seine Geldbörse und bemerkte, dass ihn sein gestriger Abend knapp 200,- € gekostet hat. Hinzu kommen noch rund 150,- € Reinigungskosten für seinen Benz, weil der Bengel seine Rücksitze versaute. Insgesamt 350,- € für den Spass. Thomas überlegte, ob Aufwand und Nutzen im sinnvollen Verhältnis standen. Nein, auf gar keinen Fall. Thomas musste sich den ganzen Abend verstellen, um mit Anke auf äußerst niedrigen Level zu sprechen. Das war sehr anstrengend. Ja, die Vögelei war ganz ok, aber was soll er mit einem fremden Kind? Nein, dazu hat er keine Lust und er mochte nicht mal daran denken, die Wochenenden oder gar die Urlaube für diese Frau mit Balg zu finanzieren. Das kommt nicht in die Tüte. Dafür geht er einfach zu hart arbeiten.

Nein, eine Alleinerziehende ist voll Scheiße. Einfach zu kostspielig. Lieber reißt Thomas etwas Junges ohne Kind auf. Solche Weiber sind zwar teurer, dafür kann er das ganze Wochenende durchvögeln. Da würden sich die Investitionskosten eines Abends gut rechnen und sein Benz bliebe sauber.

Anke meldete sich zwei Tage später wieder bei Thomas und sprach von Liebe. So einen tollen Mann wie ihn hätte sie noch nie gehabt. Scheiße, dachte Thomas, nun musste er ihr wohl die Wahrheit sagen. Er sagte, er selbst finde es sehr schade, dass er sich nicht in sie verliebt hätte. Schließlich kann er die Liebe nicht herbei zwingen, aber sie sei eine tolle und hübsche Frau, die jeden Mann bekommen könne, so Thomas in dem Telefonat. Anke weinte heftig und sagte, dass sich die Liebe doch entwickeln könnte. Thomas zog einen klaren Schlussstrich und sagte ihr, dass er sie eigentlich nur vögeln wollte, doch der finanzielle Aufwand mit ihr sei ihm einfach zu hoch. Für das gleiche Geld könnte er locker eine junge Braut ohne Balg ins Bett zerren.

Eine Woche später waren die Reifen seines Benz zerstochen. Thomas überlegt nun, ob er beim nächsten Mal nicht lieber mit einem Fickfetzen ins Hotel geht. Das könnte durchaus stressfreier sein.

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