• 25.05.2018

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Das Leben als Unterhaltspreller ist spannend

geld

» Artikel vom

Nichts ist übler, als eine oder mehrere geldgierige Exfrauen im Nacken sitzen zu haben. Nun wissen mittlerweile alle Männer, dass Frauen ihre neue Freiheit ohne Mann nicht unbedingt durch eigene Arbeit finanzieren wollen, sondern viel lieber den ihnen zustehenden gesetzlichen Unterhalt abzocken. Frauen setzen hier gerne ein zusätzliches Druckmittel gegen den Mann ein, nämlich die gemeinsamen Nachkommen. Der Gesetzgeber hat Umgang und Unterhalt bewusst getrennt, denn nur so können umgangsverweigernde Frauen ungeniert Unterhalt kassieren. Kein Umgang, kein Unterhalt ist nicht gesetzeskonform. Nun aber Schluss mit dem allgemeinen Gelaber.

Exfrauen brauchen Geld und wer sein Geld nicht freiwillig gibt, der wird verklagt. Das ist einfach und geht recht flott. Das Gericht urteilt den Unterhalt aus und wer dann immer noch nicht zahlt, bekommt Besuch vom Gerichtsvollzieher. Der versucht das Konto, den Lohn oder Wertsachen in der Wohnung zu pfänden. Wer vorher alles sauber und ordentlich abgeräumt hat, der erlebt auch keine Überraschung.

Im Übrigen ist der Gerichtsvollzieher kein Gegner. Er hat kein persönliches Interesse, denn er macht nur seinen Job und will die Gebühren, die sein Auftraggeber abdrücken muss, mit möglichst wenig Aufwand kassieren. Wer den Gerichtsvollzieher kooperativ unterstützt, bekommt keinen Ärger. Dann ist er auch flott wieder weg, denn schließlich hat er noch viele weitere Kunden zu besuchen. Wer sachlich und emotionslos ist, wird einen angenehmen und freundlichen Menschen erleben. Wenn der Gerichtsvollzieher nebenbei erfährt, dass man dreimal geschieden ist und mehrere Kinder hat, dann wirkt das wie ein Offenbarungseid. So jemand kann schon formal nichts mehr haben. Zum Abschied gibt es einen mitleidigen Blick und das war es dann.

Das Unterhaltsprellen ist spielend leicht, einfach den Job kündigen und eine schlecht bezahlte Arbeit annehmen. Als Unterhaltspflichtiger spielt es keine Rolle mehr, ob man viel oder wenig verdient. Am Ende hat man immer die gleiche Summe zur Verfügung, doch bei einem geringen Einkommen wird kein Unterhalt fällig und die Exfrau geht leer aus. Das macht richtig Spaß, denn die Exen flippen dadurch völlig aus und beschäftigen unverzüglich einen oder mehrere Anwälte, um irgendwie das Geld für sie einzutreiben. Doch das schaffen sie nicht, denn auch Anwälte können nichts holen, wo nichts zu holen ist. Außer leeren Drohungen hat man von Anwälten nichts zu befürchten. Eine beliebte Drohung ist, den Unterhaltspflichtigen angeblich zu einer besser bezahlten Arbeit zwingen zu können, aber das ist ziemlich lächerlich. Kein abgebrühter Unterhaltspreller wird durch eine anwaltliche Drohung seinen Unterhaltspflichten nachkommen. Selten so gelacht. Ein Unterhaltspreller zahlt eben nichts und da kann auch ein Anwalt nichts machen. Somit weiß der Anwalt auch gleich, dass er sein Honorar in den Wind schießen kann und er ist um die Erfahrung reicher, rechtzeitig die Bonität des Beklagten zu prüfen.

Nun fragen sich viele Männer, wie man denn von wenig Geld leben kann. Da muss man selbst schon etwas Fantasie mitbringen. Für einen Fliesenleger mit grossem Freundeskreis kann es durchaus einträglicher sein, seinen Freunden bei der Wohnungsrenovierung zu helfen, statt für Fremde auf Rechnung zu arbeiten. Ein Kellner wird als geringfügig Beschäftigter angestellt sein und ansonsten die Kohle Cash einsacken. Hier muss jeder seinen eigenen Weg finden, wie man zu Geld kommt. Diese Praxis der Geldbeschaffung ist üblich und hat nicht immer etwas mit Unterhalt zu tun. Viele Menschen sind halt kleine Preller in irgendeiner Form und von denen kann man durchaus einiges lernen. Durch Faulheit wird jedenfalls keine Kohle ins Haus kommen. Fleißig muss man schon sein.

Exfrauen sind stets extrem neidisch. Sie bekommen keinen Unterhalt, weil sich der Exmann arm gerechnet hat und dann zetern sie vor Gericht, bis die Familienrichterin irgendwann fragt, wovon man eigentlich lebt. Die einzig richtige Antwort des Unterhaltsprellers lautet: „Ich mache es so wie die Frauen. Ich lasse mich einladen.“ Für einige Sekunden wird die Richterin sprachlos sein, während sie langsam realisiert, was das bedeutet. Davon wird sie nicht begeistert sein, doch Einladungen sind eben kein steuerpflichtiges Einkommen. Auf die Frage nach Details zu den Einladungen gibt es nur eine Antwort: „Das geht sie nichts an. Das ist meine Privatsphäre.“ Auch hören Richterinnen sehr gerne, dass die Exehefrau den gut gefüllten Kühlschrank eben nicht hätte verlassen sollen. Dann müsste sie jetzt auch nicht jammern. So einfach kann das Leben sein.

Als echter Unterhaltspreller geht man natürlich ohne Anwalt zum Gericht. Wenn nichts zum Pfänden da ist, dann macht es überhaupt keinen Unterschied, ob man den Prozess verliert oder gewinnt. Richterinnen fragen sehr gerne, warum denn kein eigener Anwalt da ist und da gibt es nur eine richtige Antwort: „Zum Verlieren brauche ich keinen Anwalt.“ Diese Ansage versteht jede Richterin sofort, denn Frauen gewinnen in Familienrechtsprozessen immer. Aber ihr Sieg existiert nur auf dem Papier. Ein echter Unterhaltspreller zahlt eben nichts. Alle bleiben auf ihre Kosten sitzen. Natürlich werden auch die Gerichtskosten und die gegnerischen Anwaltskosten nicht beglichen. Wenn schon, denn schon. Ein echter Unterhaltspreller verweigert sich allem, denn schließlich ist er der Beklagte. Und wer so doof ist, einen Pleitegeier zu verklagen, dem ist nicht zu helfen. Auch dieses Argument hören Richterinnen sehr gerne.

Oft kommt die Frage vor Gericht, ob es denn Konten im Ausland oder Geld in Schließfächern gibt. Da macht es sich sehr gut der Richterin anzubieten, das Geld gerne mit ihr zu teilen, wenn sie es denn findet. Da wird sie etwas bedeppert gucken, aber seit wann verrät man geheime Konten oder das Versteck des Sparstrumpfs? Nein, niemals. Schließlich gibt es die Kriminalpolizei, die gerne mit viel Jagdeifer und Aufwand nach Geld sucht, auch wenn es am Ende gar nicht existiert. Aber das muss ja niemand wissen, denn allein die Suggestion, dass vielleicht doch Geld da ist, macht die Verfolger völlig fertig. Ein Späßchen ist schließlich nicht verboten.

Ein Unterhaltspreller zu werden ist ganz leicht und man darf darauf sogar stolz sein, denn nichts ist erniedrigender als sein sauer verdientes Geld in eine rachsüchtige und geldgierige Exfrau zu investieren. Wer das als Mann macht, der darf getrost als Weichei und Loser bezeichnet werden.

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