• 29.04.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Das Leben der Dr. Christine Finke aus Konstanz, Teil I

alleinerziehende

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Dr. Christine Finke ist eine alleinerziehende feministische Bloggerin und Buchautorin im mondänen Konstanz am Bodensee, die stellvertretend für alle alleinerziehenden Frauen ihr persönliches Leid in die breite Öffentlichkeit trägt. Dabei spart sie nicht an privaten Details über ihr Leben, wohl um ihren Ergüssen möglichst viel Authentizität zu verleihen. Und das macht das liebe Christinchen so wertvoll. Nun habe ich doch tatsächlich ihr Buch „Allein, alleiner, alleinerziehend“ gekauft. 14 Euro und 99 Cent habe ich dafür investiert. Das ist sehr günstig. Immerhin kann ich mich nun am Leid einer Alleinerziehenden laben und bekomme eine kleine Vorstellung davon, wie es meiner Exfreundin mit ihren zwei Kindern gehen muss.

Am Samstag war im Briefkasten ein großer Umschlag und mit Freude fand ich darin Finkes Schmöker. Fein, fein. Ich machte mir einen Kaffee und legte mich bequem aufs Sofa. Mein Hündchen kuschelte sich an mich und ich fing an zu lesen. Doch mir wurde das Buch schnell ein wenig langweilig. Auf den ersten 61 Seiten, weiter konnte ich mich nicht durch den ermüdenden Schreibstil quälen, drehte Finke den Exehepartner, die Nachbarschaft, Frauen in stabilen Beziehungen und sonstige Bekanntinnen durch den Fleischwolf. Richtige Fakten waren nicht zu lesen, sondern nur eine Aneinanderreihung ihrer verbitterten Gefühle und Empfindungen. Eines fällt jedoch besonders auf. Dr. Finke ist absolut frei von Fehlern, das Unschuldslamm schlechthin. Ihr eigenes Komplettversagen in den verschiedensten Situationen hängt sie stets anderen an. Damit sind die Fronten absolut klar. Dr. Christine Finke ist als Alleinerziehende das Opfer, weil sie stets alles richtig gemacht hat. Das ist der Point ihres Buches.

Nun gibt es ihrem Buch auch einige Widersprüche, die von wesentlicher Bedeutung sind. Das faire Christinchen erklärt freizügig, dass „die Anwältin den von mir geforderten Trennungsunterhalt berechnen und in einem Brief an den Mann formulieren würde“. Trennungsunterhalt bedeutet Geld für die getrennte Ehefrau, wobei Geld für die Kinder logischerweise als Kindesunterhalt bezeichnet wird. Wer nun von Seite 28 auf Seite 49 springt, der erfährt: „… für mich selbst hatte ich ja nie Unterhalt von ihm bezogen, das hätte ich auch nicht gewollt.“ Sauber gelogen! Dr. Finke bekam natürlich Trennungsunterhalt. Ein bisschen im Buch zurück blättern und siehe da, auf Seite 30 erklärt das Finkchen: „Den von meiner Anwältin berechneten Trennungsunterhalt zahlte er auch.“

Die Ausführungen von Dr. Finke sind primär darauf ausgerichtet, persönlich zu glänzen. Da werden Logik und Wahrheit natürlich zur Nebensache. Sie fordert Trennungsunterhalt und später will sie davon nichts mehr wissen, weil sie es nie gefordert hätte. Und dann hat sie doch Trennungsunterhalt für sich kassiert. Damit rangiert sie im Bereich einer klassischen Lügnerin. Auch ihre Textredakteurin, Dr. Ulrike Strerath-Bolz aus Friedberg, konnte oder wollte diesen Widerspruch nicht entdecken, wie auch weitere Ungereimtheiten. Mit dem ersten Makeup wird das Lügen, Täuschen und Betrügen bei Frauen zur täglichen Normalität, doch wer so dilettantisch lügt, kann trotz Doktortitel nicht die hellste Kerze auf der Torte sein.

Gemäß Dr. Finke ist ihr Mann ein echtes Schwein. Zahlte er anfangs noch den Kindesunterhalt nach Düsseldorfer Tabelle, so bekommt Finke nun für ihre drei Kinderchen lediglich den Mindestunterhalt, weil die Geschäfte des Exehemannes nicht so gut laufen. Dr. Finke lässt keine Gelegenheit aus, ihren Mann in diesem Buch in die Pfanne zu hauen.

So erklärt Dr. Finke ihren Lesern, dass Sie „mit diesem Mann weder verheiratet noch befreundet bleiben könnte“. Das war ihre klare Ansage nach dem Trennungsgespräch. Ein wichtiger Punkt, denn Freunde helfen sich gegenseitig und Nichtfreunde ignorieren sich. Dr. Finke bezieht hier klar Position. Ihr Exehemann ist zu einem Niemand mutiert, mit dem sie nichts mehr zu tun haben möchte. Ihre eigene und freiwillige Entscheidung. Doch nur wenige Seiten später erhebt sie den Vorwurf, dass ihr Exehemann seinem liebsten Christinchen bei der Regelung ihrer Finanzen und anderen Dingen nicht behilflich sein wollte. Diese Logik verstehen sicherlich nur Frauen. Nein, sie will mit diesem Mann nicht mehr befreundet sein, erwartet aber dennoch seine freundschaftliche Hilfe und beklagt sich dann, dass sie diese nicht erhalten hat.

Diese verblüffende Logik von Dr. Christine Finke geht noch weiter und wird richtig skurril. Zu Beginn ihrer Selbständigkeit, wozu sie überhaupt keine andere Wahl gehabt hätte, verdiente sie monatlich lediglich 250 Euro. Über viele Monate, wohlgemerkt. Es ist natürlich klar, dass sie da alle Sozialleistungen ausschöpfen musste, um mit ihren Kindern über die Runden zu kommen. Finke behauptet allen Ernstes, dass es in ganz Konstanz und Umgebung nicht einen Job für sie gab, wo sie mehr als 250 Euro im Monat verdient hätte. Das ist völlig unglaubwürdig. Jede einfache Bäckereiverkäuferin, Putzfrau oder Hilfsköchin toppt locker den Loser-Verdienst einer Frau Finke, selbst in Teilzeit. Doch für diese Jobs wird sich die promovierte Madame wohl zu fein gewesen sein. Ihre Entscheidung ist freilich allein ihre Entscheidung, aber wo ist der Kampf oder Heroismus dieser Dr. Finke? Den gibt es nicht, weil sie ein großmäuliger Nichtsnutz ist. Faul bis ins Knochenmark.

Manchmal glaubt man bei Dr. Christine Finke Spuren von Humor zu entdecken, doch sie meint stets bitter ernst, was sie schreibt. Diese Textpassage fand ich besonders schön. „In der Dusche dusche ich. Und sonst nix. Klingt selbstverständlich, war es aber nicht über viele Jahre meines Lebens. Ich konnte nach Herzenslust duschen, ohne gestört zu werden.“ Dr. Finke erklärt eindeutig, dass sie von ihrem Mann beim Duschen belästigt wurde. Sicherlich hat Finke keine Prügel bezogen, aber der Mann wird mit seinem Prügel, mein Lieblingswort für den erigierten Penis, in die Dusche und dann in ihre Muschi geschlüpft sein. In der Ehe nennt sich das Liebe und nach der Ehe klingt es wie sexuelle Nötigung. Frau Finke lässt das offen, suggeriert es jedoch klar.

Nun bin ich erst bei Seite 61 dieses Schmökers angelangt, doch bei den restlichen 174 Seiten werden mich sicher noch weitere Ungereimtheiten erwarten. Der Kauf dieses Buches hat sich auf jeden Fall gelohnt, nicht zuletzt deshalb, weil ich es ohne Verlust bereits an den User „Blub“ weiterverkaufen konnte. In zwei Wochen, nachdem ich das Elaborat der lieben Dr. Finke in alle Einzelteile zerlegt habe, verschicke ich es.

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