• 22.06.2018

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Ein Freier Mann und seine Freizeit

camping

» Artikel vom

Das Wochenende naht und schon wieder muss sich ein Freier Mann den Kopf zerbrechen, was er mit seinen freien Tagen anfangen soll. Ja, das sind Luxusprobleme. Ein Freier Mann ist eben wirklich frei. Er kann nach Belieben entscheiden und muss keine Rücksicht auf Frau und Kinder nehmen.

Die Woche über hat ein Freier Mann in vorbildlicher Weise seine Aufgaben in erstklassiger Qualität erledigt und damit genug Geld geschaufelt. Das Bankkonto ist prall gefüllt, ein wichtiger Punkt für die eigene Zufriedenheit. Geld macht zwar nicht glücklich, aber es befreit von vielen Zwängen.

Echtes Glück gibt es nur mit einer Frau, so erzählen es die Damen, aber eben nur für die Frau. Für einen Mann ist Glück mit einer Frau ein Mythos, die Behauptung aus dem Mund einer Frau eine dreiste Lüge. Jeder Mann weiß, dass Frauen unberechenbar sind. Oder anders ausgedrückt: Jede Frau ist eine Zicke, weil sie jeden Tag unzufrieden ist. Geschenke helfen zwar, die akuten Schmerzen der Unzufriedenheit zu lindern, aber nur für wenige Stunden. Der Dauerfrust bleibt immer bestehen.

Und genau aus diesen Gründen sollte ein Mann alleine in seiner eigenen glücklichen und sorgenfreien Welt leben. Zudem ist so immer reichlich Geld für die eigene Freizeitgestaltung vorhanden. Ohne lästige Frau als Klotz am Bein gibt es unzählige Möglichkeiten, besonders im Sommer. Eine Fahrradtour mit anschließendem Wellness in einem 5-Sterne Hotel oder einfach ganz banales Camping, wobei Camping nicht gleich Camping ist. Je nach persönlichem Geschmack kann es ein luxuriöses Wohnmobil, ein Wohnwagen oder nur ein Zelt sein. Die älteren Herren werden sicherlich auf ein Zelt pfeifen, denn bei Wind und Regen ist das nicht so lustig. Auf einer Luftmatratze liegt es sich beschissen und die Klamotten sind morgens durchfeuchtet. Da ist der Wohnwagenbesitzer klar im Vorteil. Er hat nachts die Heizung auf Wohlfühltemperatur eingestellt und schlummert angenehm in einem Bett. Morgens steht er mit leicht geröteten Wangen auf und erfreut sich an den Losern, wie die gerädert und gefrustet aus ihren Zelten kriechen. Das ist ein Unterschied wie Economy und Business Class auf einem 12 Stunden Flug. Ein Zelt kann keinen Luxus bieten.

Für einen Freien Mann ist im Wohnwagen immer genug Platz. Schließlich ist er alleine und kann jede Schublade für sich verwenden. Niemand sagt ihm, was er wie und wo einrichten muss. Und im überdimensionierten Bett liegt es sich alleine traumhaft. Das ist entspannend und genau das soll Camping sein. Abschalten und den Stress hinter sich lassen, den man im Berufsleben hat.

Wer einen Wohnwagen besitzt, der will ihn nicht mehr missen. Freitags die mobile Hütte ans Auto anhängen und schon geht es los. Man muss lediglich seine Klamotten und etwas zu Essen einpacken. Mehr nicht, sofern der Wohnwagen perfekt ausgerüstet ist. Das ist Sinn der Sache, jederzeit spontan in einen Kurzurlaub starten zu können.

Wohnwagen sind nicht so teuer. Sehr gute Gebrauchte gibt es schon ab 5.000 Euro. Wer mehr Geld auf seinem Konto hat, der kauft sich halt einen Neuen. Der kostet auch nicht mehr als die Küche, die jede Ehefrau ihrem Ehemann aus dem Kreuz leiert. Der Unterschied ist, dass ein Mann mit einem Wohnwagen immer Spaß hat, während eine überteuerte Küche zusammen mit der Ehefrau vergammelt. Das macht weder Freude, noch bringt es einen echten Nutzen.

Nun mag Camping zunächst nicht interessant, sondern eher proletarisch klingen. Doch Camping in der Natur mit einer vernünftigen Ausstattung hat einen hohen Erholungswert. Man ist den ganzen Tag an der frischen Luft und der Schlaf ist tief und fest. Das sind echte Indizien für perfekte Erholung. Nebenbei kann man einige neue Leute kennenlernen. Diese Kontakte verfestigen sogar noch die eigene Einstellung, für immer und ewig ein Freier Mann zu bleiben. Auf dem Campingplatz kann man jede Menge alte Weiber bestaunen, die wirklich niemand haben will. Deren Ehemänner sind die ärmsten Schweine. Immer wieder schauen sie heimlich rüber zum Freien Mann und beneiden ihn für sein tolles Leben, besonders wenn er abends in Ruhe sein dickes Rinderfiletsteak auf dem Grill zubereitet und es genüsslich ohne Gekeife einer Alten verspeist. Das sind sehr schöne Momente. Die höchste Perfektion ist sicherlich dann erreicht, wenn ein Hündchen dabei ist. Ein Hund ist immer ein Magnet auf dem Campingplatz. Da ist der Kontakt zu anderen Campern schnell hergestellt und ein Plausch unausweichlich. Soziale Kontakte sind sehr wichtig. Und ein Blick auf die Ehefrauen reicht völlig aus, um das Leben als Freier Mann nie mehr aufzugeben.

Camping am Wochenende ist die perfekte Erholung schlechthin. Diesen Effekt kann kein 5-Sterne Hotel bieten. Dabei geht es weniger um die Kosten. Ein Wohnwagen ist schließlich auch eine erhebliche Investition und die Ausstattung muss passen. Doch für die eigene Erholung darf einem Freien Mann nichts zu teuer sein. Ein Wohnwagen ist eine sehr gute Investition und bei entsprechender Pflege hält er sehr lange. Camping ist mehr als nur ein Hobby. Es fördert die Gesundheit in erheblichem Umfang und das verspricht ein langes Leben. Wenn das Leben doch etwas kürzer ausfallen sollte, dann war wenigstens der Spaßfaktor groß. Saufen und Partys bringen nichts, außer Kopfschmerzen und einen versauten nächsten Tag.

Wer zum Camping ein wenig Arbeit mitnimmt, dem sei gesagt, dass das ein sinnloses Unterfangen ist. Dafür gibt es zu viele schöne Momente, die der Arbeit keinen Raum lassen. Das ist ein gutes Zeichen. Wenn die Arbeit nicht angefasst wird, dann haben sich Körper, Geist und Seele perfekt erholt. Und das ist nicht zu toppen.


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