• 25.05.2018

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Die wahre Liebe ist leicht zu finden

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» Artikel vom

Nun mag gleich jeder denken: Toll, wo gibt es diese Frauen? Nein, ich rede nicht von Frauen, denn die sind zur wahren Liebe kaum fähig. Die echte und wahre Liebe gibt es nur zwischen Mann und Hund. Nun sagen die superklugen Frauen, dass Männer Hunde nur deshalb mögen, weil die so dumm sind, sich von ihnen herumkommandieren zu lassen. Hunde sollen nach der Meinung von Frauen dumm sein. Belassen wir es dabei, eine Frau mit sachkundigen Argumenten zu überzeugen scheitert an ihrem Mangel an intellektuellem Vermögen.

Ja, auch ich habe einen Hund. Sie ist eine Dame mit nun 4 Jahren. Meine Slawa wiegt knapp 24 Kilogramm, hat schönes kurzes Haar, ist leicht muskulös und hat einen festen Gang. Sie ist eine Stafford-Hündin und steht auf der Liste der sogenannten gefährlichen Hunde. Slawa hat einen zweifachen Wesenstest bestanden und ich selbst musste meine Eignung als verantwortlicher Hundehalter unter Beweis stellen. Ein sauberes polizeiliches Führungszeugnis wird zwingend vorausgesetzt. Nebenbei versuchen die Behörden durch eine extrem hohe Hundesteuer die Haltung von sogenannten Kampfhunden zu unterbinden.

Die Tierheime sind voll mit Kampfhunden. Viele Halter können die hohe Hundesteuer nicht stemmen und werden gezwungen, ihre geliebten Hunde in die Obhut eines Tierheims zu geben, wo sie meist jahrelang in einem Käfig schmoren müssen. Sie warten auf ein neues Herrchen, aber durch die negative öffentliche Meinung findet sich kaum jemand, der sich einen angeblichen Kampfhund zulegt. Das ist politisch so gewollt und lässt sich wohl kaum mehr ändern.

Ich hatte früher schon einen Hund gehabt und vor knapp zwei Jahren war ich wieder bereit, meine Liebe einem Hund zu schenken. Immerhin habe ich Zeit für einen süßen Wauwau und mit ins Büro meiner Arbeitsstelle darf er auch. Also surfte ich im Internet und schaute auf die Angebote der Tierheime. Und da sah ich sie: Eine wunderschöne Stafford-Hündin. Also auf zum Tierheim. Ich ging hinein und suchte die Dame. Ich ging zu ihrem Zwinger, doch sie haute gleich ab und versteckte sich. Hm, ziemlich ängstlich, sie musste wohl einige negative Erfahrungen gemacht haben. Jedenfalls konnte ich sie zur Probe mitnehmen. Nun standen wir vor dem Auto und sie glotzte mich blöd an, denn ins Auto wollte sie nicht einsteigen. Ich legte eine kleine Spur mit Leckerlis und die Gier war dann doch größer als das Unbehagen. Nun saß sie im Auto und wir fuhren nach Hause. In meiner Wohnung zitterte sie vor Angst, denn alles war neu. Sie saß unterm Tisch und traute sich nicht hervor. Ich baute ein kleines Zelt und mit einigen Decken und Kissen machte ich es ihr gemütlich. Nach einem Monat kam ihr Selbstbewusstsein allmählich zurück. Feste Rituale und klare Regeln schafften Vertrauen, aber ihre Liebe musste ich mir hart erarbeiten. Heute habe ich eine Hündin, die mich abgöttisch liebt. Wir sind das Traumpaar schlechthin und sie macht mir sehr viel Freude.

Natürlich schläft meine Slawa mit im Bett. Sie kuschelt sich am Fußende in die Decke und schläft dort zufrieden. Wenn morgens der Wecker klingelt, dann bewegt sich die Dame kein bisschen. Ich gehe duschen, ziehe mich an und erst wenn sie meine Schuhe klappern hört, dann steht sie auf. Wir gehen Gassi, dann kriegt sie ihren Napf mit Trockenfutter und ich trinke meine zwei Tassen Kaffee. Slawa steht an der Tür und wartet, damit ich sie ja nicht vergesse. Wir fahren gemeinsam ins Büro und dort wartet ihr Sofa. Was für ein tolles Hundeleben. Sie ist immer und überall mit dabei.

Nun gibt es mit einem Hund viele drollige Geschichten. Als ich mich an einer Frau in meinem Bett abarbeitete, schickte ich meine Hündin Slawa vorher auf ihr Deckchen vor dem Bett. Doch während ich mich abrackerte, damit die Frau endlich ihren doofen Orgasmus bekommt, schlich Slawa still und leise ins Bett und leckte meinen Hintern ab. Ich schob sie beim Vögeln mit dem Fuß weg, doch sie schlich im Bett um mich herum und glotzte mir tief in die Augen, während ich mich an dem Stück Fleisch abkämpfte. Blöder Köter, dachte ich mir, das bringt mich aus dem Rhythmus. Beim nächsten Mal habe ich sie einfach am Fußende im Bett belassen und sie machte nichts. Aha, sie will einfach nur dabei sein. Problem gelöst. Fickfetzen und Hund gehören eben zusammen ins Bett. Warum auch nicht!

Nun möchte man annehmen, dass Hunde clever genug sind, einen Knochen zu fressen. Aber nicht meine Slawa. Sie ist so gierig nach Knochen, dass sie einmal einen Haxenknochen in einem Stück verschlingen wollte. Der Knochen blieb ihr im Hals stecken und ich musste sie zum Tierarzt fahren. Das war exakt zum Spielanpfiff des Champions-League-Finales zwischen Dortmund und Bayern München. Zum Glück war mein Tierarzt verfügbar und konnte Slawas Leben retten. Das Fussballspiel war zu Ende und Slawa dem Tod nochmal von der Schippe gesprungen. Dass dies etliche Scheinchen kostete, muss nicht extra erwähnt werden. Tierärzte sind unter den Ärzten Spitzenverdiener.

Doch auch ohne Tierarzt kann ein Hund teuer sein. Ich lieh mir von einem Freund dessen AMG. Weil die Fahrstrecke kurz war, habe ich Slawa im Fußraum vor dem Beifahrersitz platziert. Ich wunderte mich, dass sie so ruhig war, aber machte mir keine Gedanken. Da hat doch der Köter glatt die Kabel unterm Sitz durchgebissen. Schaden: 450,- €. Das war nicht witzig. Ein Gurt von der Rücksitzbank landete auch mal in ihrem Magen, nachdem sie diesen in mühevoller Kleinarbeit in sämtliche Einzelteile zerlegt hat.

Nach einem erfolgreichen nächtlichen sexuellen Erlebnis schlich sich Slawa aus dem Bett und schnappte sich den BH der Muschi, den ich ihr Stunden vorher vom Leib riss. Was machte Slawa? Sie hat den BH in seine Einzelteile zerlegt und dazu den Slip wohl ganz verspeist, denn der war am nächsten Tag nicht mehr zu finden. Hunde sind oft sehr eifersüchtig und Strafe muss eben sein. Mich störts weniger, denn es sind nicht meine Klamotten. Klar, ich könnte die Klamotten vom Fickfetzen weglegen, so dass Slawa nicht dran kommt. Aber wozu? Ich finds lustig, wenn die dumme Nuss am nächsten Tag ihre Unterwäsche sucht und nicht findet. Ein bisschen Spaß möchte ich ja schließlich auch haben.

Viele nette Geschichten erleben Hundebesitzer und ein Hund bereichert ganz klar das Leben. Man gibt Liebe und der Hund gibt Liebe in vollen Zügen zurück. Wenn meine Hündin und ich auf dem Sofa liegen und sie sich anschmiegt, dann wird mein Herz butterweich. Es ist erstaunlich, wie Hund und Mann sich nicht nur aufeinander einstellen, sondern irgendwann auch ähnlich denken und aussehen. Das lässt sich wissenschaftlich wohl kaum begründen. Die Hundeliebe ist etwas ganz besonderes und nur schwer zu beschreiben. Frauen kommen und gehen, aber der Hund bleibt für immer und ist bis zum Tod ein treuer Begleiter.

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