• 27.07.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Die tollen Vorzüge, wenn Frau und Kinder weg sind

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» Artikel vom

Für jeden Mann ist es zunächst ein schreckliches Ereignis, wenn die Ehefrau samt den Kindern einfach den Hasenfuß macht. Dabei ziehen Frau und Kinder nicht einfach aus der gemeinsamen Wohnung aus. Nein, sie werfen den bisherigen Familienversorger aus der Wohnung und versuchen, meist recht erfolgreich, dass der auch künftig der Zahlmeister bleibt. So sind die Regeln einer Trennung in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Das Warum ist leicht erklärt. Dieses Prinzip funktioniert seit Jahrzehnten und der Gewöhnungseffekt könnte nicht größer sein.

Der Rauswurf und die Trennung von der Familie sind schmerzhaft und viele Männer stürzen sich danach reflexartig in den Kampf um die Kinder, um aus dem ehemals heilen Familienleben der Vergangenheit für sich möglichst viel in die Zukunft zu retten. Ein sinnloser Kampf, den in fast allen Fällen die Männer verlieren. Das ist nicht besonders aufregend und die Presse langweilt sich über noch so herzzerreissende Geschichten. Niemand will sie hören. Nun ist der Verlust der eigenen Kinder zwar traurig, im Einzelfall sogar schlimm, aber davon geht die Welt nicht unter. Die Kinder sind bei Mutti meist gut versorgt, die zudem von allen Seiten unterstützt wird. Wenn Mutti den Erzeuger ihrer Kinder loswerden will, dann ist ihr die Unterstützung der Familiengerichte sicher. Daneben kümmern sich noch viele staatliche und nichtstaatliche Organisationen darum, dass Mutti und ihre Kinder erstklassig betreut werden.

Die Kinder leben nun eben bei Mutti und Papi bekommt dadurch jede Menge Freiräume, die er für sich nutzen kann. Die redlichen und anständigen Väter verbringen enorm viel Zeit vor Gerichten, um ihre kläglichen Rechte als Besuchsonkel zu erwirken, andere Väter sehen die Ereignisse nach einiger Zeit der tiefen Trauer positiv. Ja, die Familie ist weg, doch nun werden die Ärmel hochgekrempelt. Es gibt nämlich viel zu tun.

Natürlich möchte Mutti nach der Trennung den Exmann nicht mehr sehen und von ihm auch nichts mehr hören oder lesen. Also macht man sich als Mann dünn und gibt keinen Anlass zur Klage. Dazu gehört eben auch das Einstellen des monatlichen Stalkings in Form von Geldüberweisungen. Nichts ist schlimmer für eine Frau, als jeden Monat den Namen des ungeliebten Exmannes auf dem Kontoauszug lesen zu müssen. Alle Überweisungen werden eingestellt und nebenbei macht man sich pfändungsfest. Damit läuft Mutti ins Leere und nach einigen erfolglosen Pfändungen begreifen auch die Frauen aus der untersten Bildungsschicht, dass die Geldquelle versiegt ist.

Das ist bekannt, kann aber nicht oft genug wiederholt werden. Der befreite Exmann und Erzeuger hat nun viel Zeit für sich selbst. Schließlich muss er sich nicht mehr um die vielen kleinen und großen Belange der Familie kümmern. Er ist ab jetzt die Nr. 1 und niemand anders.

Ein echter Unterhaltspreller geht natürlich einer Arbeit nach und lungert nicht jahrelang als Hartz IV Empfänger auf dem Sofa herum. Ein Unterhaltspreller hat den sagenhaften Vorteil, dass er nun wenig Geld verdienen darf. Wer viel Geld verdient, der muss viel Unterhalt abdrücken und das macht keinen Spaß. Ein geringes unpfändbares Einkommen hingegen ist rundherum sexy. Jeder Arbeitgeber klatscht vor Freude in die Hände, wenn ein Bewerber regelrecht darum winselt, wenig Geld verdienen zu dürfen. Es ist in der Tat manchmal nicht so einfach, wenig Geld zu verdienen, aber mit etwas Nachdruck bei einem Bewerbungsgespräch klappt das durchaus. Und der Kapitalismus funktioniert auch nur so, dass sich der Chef bereichert und der Arbeitnehmer ausgebeutet wird. Da ist ein Unterhaltspreller absolut systemkonform. Quasi der Prototyp eines anständigen Arbeitnehmers. Wer so offen bei einem Bewerbungsgespräch auftritt, der hat den Job. Da wird auch ein abgezockter Personalchef sich das Lachen kaum verkneifen können. Das Motto lautet: Nicht das Geld ist wichtig, sondern die interessante Arbeitsaufgabe. Dabei ist klar, dass sich nur ein Mann im Arbeitsprozess Möglichkeiten erarbeiten kann, mit wenig Geld trotzdem gut über die Runden zu kommen. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

So könnte der Arbeitgeber durchaus als Dankeschön spannende und hochwertige Weiterbildungen spendieren, die man zwar nicht bräuchte, die aber den eigenen Horizont erweitern. Man wird klüger und hält sich für die Zukunft fit. Natürlich darf so eine Weiterbildung keinen unmittelbaren beruflichen Nutzen mit sich bringen. Das ist durchaus schwer. Ein höherer Posten? Nein, danke. Etwas mehr Gehalt? Nein, danke. Mehr Urlaub? Sehr gerne. Eine Dienstreise nach Brasilien? Na klar. Es gibt viele nette Nebeneffekte, die man durchaus abstauben kann.

Und nebenbei gibt es Raum für jede Menge neuer Hobbys. Tolle Angeltouren zur Erholung oder zur Taschengeldaufbesserung die Autos der Nachbarschaft aufbereiten. Da kann durchaus ein Hunderter den Besitzer wechseln.

Nun mag die Exfrau zetern, dass sie kein Geld bekommt und auf Hartz IV leben muss. Die Kinder natürlich auch. Dumm gelaufen. Dann hätte Mutti eben nicht die Ehe aufkündigen sollen. Das eigenverantwortliche Leben ist nicht so einfach wie gedacht. Das Unterhaltsprellen ist natürlich auch kein Zuckerschlecken. Strafanzeigen wegen Unterhaltspflichtverletzung oder den freundlichen Gerichtsvollzieher muss man aushalten können, aber auch diese etwas schlechteren Zeiten vergehen. Danach kehrt Ruhe und Frieden ein. Auch der motivierteste Geldgeier gibt irgendwann völlig verzweifelt auf, wenn nichts zu holen ist. Das ist eine Gesetzmäßigkeit.

Ein entsorgter und motivierter Vater setzt völlig andere Schwerpunkte als seine Exfrau. Während die Exfrau alles unternimmt, um an Geld ohne Arbeit zu kommen, konzentriert sich der Unterhaltspreller darauf, mit wenig Arbeit wenig Geld zu verdienen. Nebenbei erschliesst er alternative Möglichkeiten, um ein angenehmes Leben zu führen. Nur wer etwas riskiert, der kann auch gewinnen. Die ewigen Zweifler gehören nicht dazu. Die sind zwar immer präsent, um auf mögliche Gefahren hinzuweisen, doch davon darf man sich nicht leiten lassen. Solche Männer dürfen nicht zum engeren Bekanntenkreis gehören.

Unterhaltspreller zählen gesellschaftlich zu den größten Arschlöchern, doch wen interessiert das? Niemanden, außer die Exfrau vielleicht. Auf die Moral ist gepfiffen, denn damit bekommt der Unterhaltspreller seinen Kühlschrank nicht gefüllt.

Und was machen die redlichen und anständigen Väter, die um ihre Kinder kämpfen? Das ist einfach beschrieben. Sie laufen brav in einem Hamsterrad, gedreht von der Exfrau und ihren Anwältinnen. Sie lassen sich durch die Gerichtsarena ziehen und verlieren am Ende doch. Diese Männer verlieren nicht nur Geld und Nerven, sondern auch ihre Würde und schliesslich ihren Verstand. Die meisten dieser selbsternannten Widerstandskämpfer leben von staatlicher Unterstützung und freuen sich nur noch darüber, wenn sie ihre Ex ein wenig ärgern können. Doch wen interessiert das? Niemanden. Das eigene Leben ist damit verpfuscht. Dann doch lieber als Arschloch in Saus und Braus leben.

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