• 15.09.2018

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Die Propagandaschlacht in Europa

leyen

» Artikel vom

Politik ist ein schmutziges Geschäft und mit vielen kleinen und größeren Lügen gespickt. Das verwundert nicht wirklich, denn die meisten Politiker sind Juristen, für die Lug und Betrug zum täglichen Geschäft gehört.

Die dreisteste Lüge vollbrachte die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Verteidigungsministerin von der Leyen sagte in einem ZDF-Interview, dass in Afghanistan Männer und Frauen gefallen sind. Das war gelogen. Zwar sind tatsächlich 54 Soldaten in Afghanistan getötet worden, aber darunter war nicht eine einzige Soldatin. Das herzzerreißende Interview kann hier angesehen werden. Militärische Einsätze der Bundeswehr sind allesamt Friedenseinsätze, denn Deutschland hat vor vielen Jahrzehnten den Eid „Nie wieder Krieg“ geschworen. Also geht es nie in Kriegs-, sondern ausschliesslich in Friedenseinsätze.

Der dauerreisende deutsche Außenminister Frank Walter Steinmeier ist besonders fleissig und kümmert sich weltweit um die Demokratie. Er warnt im Moment vor der Einflussnahme der Wahlen in Moldawien durch „außen“. Dieser Hinweis ist sehr wichtig, denn wenn die Demokratie dem Westen nicht passt, dann wird durchaus mit militärischer Macht die passende Demokratie eingeführt.

So sind heute der Irak und Afghanistan bestens demokratisiert. Die Allianz der Guten, zu der viele westliche Staaten gehören, hat diese Länder von der Tyrannei der Diktatoren und Terroristen befreit. Dass solche Aktionen mitunter weder Frieden noch Demokratie bringen, ist den Militärs bekannt. Die US-Armee leidet verständlicherweise darunter, dass sie jeden Krieg gewinnen kann, aber dann versagen die Politiker regelmäßig und entlassen die „befreiten“ Länder in die Anarchie. Das schmälert zwar nicht den militärischen Erfolg der US-Strategen, aber es hat eben den Nachgeschmack einer sinnlosen Aktion. Warum einen Krieg führen, wenn die Situation am Ende eher verschlechtert wird. Widerspruch wird freilich nicht geduldet.

Das in den Medien beherrschende Thema ist Russland mit seiner aggressiven Expansionspolitik. Dieses Thema ist so undurchsichtig geworden, dass niemand mehr weiß, wo die Wahrheit liegt. Unbestritten dürfte die Besetzung der Krim durch Russland sein. Aus militärischer Sicht würde die US-Armee sicherlich ähnlich handeln, denn einen wichtigen strategischen Stützpunkt gibt keine Armee der Welt freiwillig auf. So auch Russland. Ja, das ist die Macht des Stärkeren, aber dennoch verständlich. Die Ursache liegt auch darin, dass die damalige Sowjetunion die Krim an die Ukraine „verschenkt“ hat. Die Sowjetunion gibt es nicht mehr und Russland hat sich das genommen, was ihm gehört hat. Diese Annektierung ist ein ähnlicher Vorgang wie in der DDR. Die DDR wurde abgeschafft und Alteigentümer konnten ihren enteigneten Besitz zurückfordern. Ein logischer Vorgang, den es in Polen nicht gab. Dort wurden Alteigentümer, insbesondere Deutsche, zu Zeiten des Kommunismus enteignet und die Hoffnung auf Rückgabe durch Polen wurde mit dem EU-Beitritt nicht erfüllt. Polen hat sich die Enteignung nachträglich durch die EU als rechtens bestätigen lassen. Sicherlich gibt es immer besondere Feinheiten, weshalb bei gleichen Vorgängen unterschiedliches Recht gesprochen wird. Diesen Spagat schaffen nur Juristen, die sich besonders gerne in der Politik tummeln.

Nun gibt es Streit in der Ukraine. Die Ukraine ist die ehemalige Kornkammer der Sowjetunion und wurde durch die Kommunisten einverleibt. Das war vor dem 2. Weltkrieg. Die mörderische Herrschaft Stalins hat die Ukrainer nicht zu Verbündeten werden lassen. Die Ukrainer pflegten stets einen brennenden Hass gegen die Sowjetunion. Mit dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion schlugen sich die Ukrainer auf die Seite der Deutschen. Sie wurden Handlanger der Nazis und mordeten wie sie. Als die Ukrainer begriffen, dass auch sie vernichtet werden, war es zu spät. Sie wurden von den Deutschen getötet und mussten nach dem 2. Weltkrieg einen hohen Blutzoll zahlen. Stalin hat die Ukraine „gesäubert“ und Verräter in den Gulag geworfen oder gleich getötet. Die Geschichte der Ukraine ist zwar komplexer, aber darin liegt die Ursache, warum Russen die Ukrainer als Faschisten bezeichnen.

Die Ukraine ist politisch zerrissen und versucht den politischen Ball geschickt zu spielen. Man will sich von Russland unabhängig machen und sich an den Töpfen der Europäischen Union satt fressen. Für Lau versteht sich. In Wahrheit ist die Ukraine ein korruptes Land, das wirtschaftlich praktisch am Ende ist. Ohne einen Sponsor ist die Ukraine nicht überlebensfähig. Russland hat die Ukraine in den vergangenen Jahren nur deshalb mit unheimlich viel Geld gespritzt, um die Ukraine als Pufferzone zur EU und Nato zu erhalten. Die Ukrainer spielen nun ihre strategische Lage geschickt aus und wollen Mitglied der EU und der Nato werden. Das fordern sie unverblümt. Merklich ziehen sich die westlichen Politiker heute zurück. Die Ukraine ist ein Finanzgrab und einen direkten Konflikt mit Russland will niemand riskieren. Es bleibt spannend, wie der Westen den Spagat hinbekommen will. Mittlerweile ist so viel Propaganda im Spiel, dass weder der Westen, noch Russland oder die Ukraine glaubhaft sind. Alle verbreiten ihre Lügen garniert mit ein bisschen Wahrheit. Mal mehr, mal weniger.

Die weltweiten militärischen Konflikte sind besorgniserregend und verbreiten Angst und Schrecken. Politiker wissen, dass sie bei militärischen Konflikten nicht selbst getötet werden. Deswegen ziehen sie gerne in den Krieg und opfern damit Soldaten sowie die Bevölkerung. Politiker bedauern gerne die vielen Toten, aber es bereitet ihnen keine unruhigen Nächte. Politiker sind mehrheitlich Juristen und die sind bekanntlich gewissenlos. Schuld sind nicht sie selbst, sondern immer andere.

Die Geschichte ist niemals gerecht. Ohne die Sowjetunion hätte Nazideutschland gewonnen. Die Russen bezahlten diesen Sieg mit 20 Millionen Toten. Bemerkenswert ist, dass die Russen unsere Freunde sein wollen, trotz dieser mörderischen Geschichte. Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder hatte gar einen freundschaftlichen Kontakt mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die politischen und wirtschaftlichen Vorteile lagen auf beiden Seiten. Deutschland und Russland könnten die bestimmenden Weltmächte sein, unangefochten. Der Ukraine-Konflikt kam genau zur rechten Zeit, um diese für die USA unvorteilhafte Allianz zu zerstören.

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