• 22.07.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Geld oder Liebe

helm

» Artikel vom

War das nicht eine Sendung im Fernsehen, wo sich einsame Singles zwischen einem Partner oder Geld entscheiden konnten? Ich weiß es nicht mehr so genau. Nun hat der Spruch Geld oder Liebe eine tiefe Bedeutung, den die Macher dieser Sendung sicherlich nicht gewollt haben. Wer die Liebe sucht und findet, der hat einfach kein Geld mehr.

Beruflich aktive Männer haben weniger Probleme, wenn sie Single sind. Sie können in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen und ihr tägliches Leben nach ihrem Beruf und ihren Neigungen ausrichten. Solche Männer müssen nicht zwingend Workaholics sein. Seinen Beruf erstklassig zu machen ist kein Nachteil. Das reden den Männern zwar Frauen permanent ein, aber das ist nicht so. Die Grundlage eines guten Lebens ist immer noch ausreichend viel Geld, das durch eigene Arbeit generiert wird. Frauen tragen dazu meist nichts bei, ganz im Gegenteil. Sie sind immer auf der Kostenseite, aber nie eine Kostenkonstante. Eine Mietzahlung ist berechenbar, eine Frau nicht. Männer in „glücklichen“ Beziehungen ärgern sich über eine Mieterhöhung, aber niemals über die eigene Frau, die das meiste Geld verpulvert. Die geringe Gegenleistung der körperlichen Vereinigung dürfte kaum angemessen sein. Galten früher Männer ohne Frauen als gesellschaftlich isoliert, so werden diese Singles heute bewundert. Sie können sich meist alles leisten, wogegen ein Ehemann jeden Cent umdrehen muss.

Die heutige Zeit ist perfekt für alle, die durchstarten wollen. Viele Männer lassen sich von ihren Frauen beeinflussen und reduzieren ihre Arbeitsleistung, um sich schon am frühen Nachmittag der Frau oder Freundin zu widmen, die stets besondere Aufmerksamkeit verlangt. So ist kein beruflicher Aufstieg möglich, aber es macht den Weg frei für leistungsbereite Single-Männer. Wer seine Zeit mit einer Frau verbringen muss, dem fehlt diese Zeit bei der Generierung von frischem Geld. So wird nicht nur wenig Einkommen erwirtschaftet, sondern das bisschen Geld nutzlos verjubelt.

Nun habe ich tiefe Insiderkenntnisse in der Bauwirtschaft. Vor Jahren ging es steil bergab, weil billige ausländische Firmen den deutschen Markt überschwemmten. Das ist heute noch so, aber mit einem gewaltigen Unterschied. Die eigentlichen Macher auf der Baustelle sind der Polier und der Bauleiter, die Hand in Hand als perfektes Team agieren. Das heutige Problem, dass die alten Poliere nun in Rente gehen und kein Nachwuchs in Sicht ist, lässt sich nur sehr schwer lösen. In den vergangenen Jahren haben sich kaum junge Leute für Berufe in der Bauwirtschaft gefunden. Mit Bauleitern sieht es nicht besser aus.

Ein Bauleiter muss viele Funktionen gleichzeitig erfüllen. Er muss die Arbeiter zu Höchstleistungen motivieren und selbst fachlich auf dem aktuellen Stand der Technik sein, um den hohen Anforderungen gerecht zu werden. Angeblich hat sich der Beruf des Bauleiters verändert. Heute spricht man davon, dass er ein Baustellenmanager ist. Das ist nachvollziehbar, denn wer von dem, was er tun soll, keine Ahnung hat, dem bleibt nur das Managen. Solche Managerbauleiter stolpern über den nächstbesten halbwegs erfahrenen Polier und enden mit ihm im Clinch und mit der Baustelle im Chaos.

Die Bauwirtschaft ist nur ein Beispiel, wo heute echter Fachkräftemangel herrscht. In anderen Branchen ist es nicht besser. Zwar gibt es viele arbeitslose Menschen, aber es wird nicht nach Kopfanzahl, sondern nach Qualität gesucht.

Viele Berufszentren, die Baufachkräfte ausbilden, leiden unter erheblichem Schwund. Die Zahl der Auszubildenden ging in einigen Teilbereichen um bis zu 80% zurück. Eine unglaubliche Zahl. Kaum ein junger Mann hat heute noch Interesse, auf dem Bau zu arbeiten oder dort eine Führungsrolle anzustreben. Dabei verdient ein guter Polier richtig viel Geld.

Die Chancen des Aufstiegs sind heute enorm gut, doch nicht mit einer Frau im Schlepptau. Eine Frau mag früher die berufliche Karriere des Mannes angefeuert haben, zumindest stand das so stets in den Scheidungsurteilen. Doch ob das unregelmäßige Ficken einer Frau tatsächlich leistungsfördernd ist, wurde bis heute nicht bewiesen, wird aber immer noch behauptet. Nein, eine Frau ist ein schwerer Klotz am Bein. Wer beruflich viel um die Ohren hat, den kotzen die vielen sinnlosen Problemchen einer Frau an. Nein, danke.

Frauen argumentieren damit, dass Geld nicht alles im Leben ist. Das stimmt, aber es ist ein typischer Verliererspruch. Wie lässt es sich ohne Geld prima leben? Wer zahlt den Urlaub? Wer zahlt die schöne Wohnung? Sicherlich immer derjenige, der die Kohle verdient. Und wer ist das meistens? Ja, der Mann. Ein Mann, der sein Geld nicht mit einer Frau teilen will, der hat keine Frau, obwohl Frauen gerne behaupten, dass sie auch Geld verdienen. Nur reicht diese Kohle nicht mal aus, um ihre eigenen Kosten zu decken. Eine Frau ist immer defizitär.

Die heutige Zeit ist perfekt um Kohle zu verdienen, weil viele Männer ihren beruflichen Einsatz zum Wohle einer Frau zurückschrauben. Und so verdiene ich als Single satte 5.000,- € netto. Natürlich nur in schlechten Monaten. Und ich lebe damit prächtig. Als dreifach geschiedener Mann habe ich noch lange nicht meinen Zenit erreicht. Es geht immer noch bergauf und ich habe Power ohne Ende. Dass ich meine sauer verdiente Kohle nicht meinen Exweibern nachwerfe, das versteht sich von selbst. Es wäre zu viel des Guten. Ob eine Richterin diese Gedankengänge verstehen wird, bezweifle ich stark.

Nun habe ich nur eine Seite der Wahrheit beschrieben. Nein, mein Einkommen in Höhe 5.000,- € netto ist nur fiktiv von einem Gericht festgelegt worden und mein Leben ist in Wirklichkeit Scheiße. Ich gehe einer Arbeit nach, die kaum Geld einbringt. Sonst müsste ich wirklich Unterhalt zahlen.

Oder geht es mir vielleicht doch prima? Es ist eben immer die Frage, ob ich mich in meinem realen oder virtuellen Leben befinde. Ich bin ein Experte darin, alles so hinzubiegen, wie ich es gerade brauche. Da unterscheide ich mich nicht von den Politikern. Meine Lügen bringe ich immer glaubhaft rüber.

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