• 28.04.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Ein schönes Männerhobby: Die Fotografie

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Die Angebotsvielfalt für Fotokameras ist riesig. Von billig bis extrem teuer ist alles zu haben. Wer jedoch hochwertige Bilder schießen will, kommt um eine Spiegelreflexkamera nicht herum. Bereits für 500,- € gibt es ganz ordentliche Kameras, die im Einsatz jedoch einige Schwächen aufweisen. Bei Dämmerung oder in schwach beleuchteten Räumen ist bei Erhöhung der ISO ein starkes Rauschen sichtbar. Wer diesen Effekt vermeiden will, muss auf einen hochwertigen Vollformatsensor zurückgreifen. Den haben die FX-Spiegelreflexkameras, doch welches Modell von welchem Hersteller ist zu empfehlen? Da scheiden sich die Geister.

NIKON dürfte der Marktführer sein. Die Bedienung einer Nikon ist spielend leicht, im dicken Handbuch muss man nur selten nachschlagen. Das untere Preissegment für eine FX-Kamera beginnt bei der NIKON D 700 und das ist eine Spiegelreflexkamera vom Feinsten. Bei ISO 800 ist absolut kein Rauschen zu sehen, selbst bei ISO 1200 ist es kaum sichtbar.

Zu einer NIKON D 700 gehören viele Extras, die allerdings ins Geld gehen. Der bullige Handgriff – er wird einfach per Hand angeschraubt – macht die NIKON D 700 rein optisch zu einer Profikamera, obwohl sie mehr als Semiprofi gilt. Dazu ein gescheites Blitzlicht ab SB 900 und natürlich gehört auch eine feine Auswahl von Objektiven dazu. Die Nikkor Objekte sind teuer, aber extrem gut. Alternativen von Sigma oder Tamron gehören nicht an eine Nikon. Da sieht jeder Experte, dass hier gespart wurde. Sicherlich sind Zoom-Objekte leicht zu handhaben, aber die absolute Top-Qualität dürfte es nur bei festen Brennweiten geben. Zur Grundausstattung dürfte ein 50 mm, 28 mm und ein 70/300 mm Objektiv gehören. Das sind bezahlbare Objektive

Mein absolutes Lieblingsobjektiv ist das 50 mm Nikkor-Objektiv. Es ist nicht nur knackscharf, sondern hat auch eine hohe Lichtempfindlichkeit. Der Preis liegt um die 200,- €. Das 28 mm Nikkor Weitwinkel ist das günstigste unter den Weitwinkel-Nikkor-Produkten. Es hat eine gewisse Randunschärfe, die aber nur bei extremer Vergrößerung sichtbar wird. Ansonsten ist es ein gutes und brauchbares Objektiv. Die Bildwölbungen sind nur sehr leicht und nicht übertrieben.

Das 70/300 mm Teleobjektiv von Nikkor macht die Nikon D 700 zu einer Waffe. Völlig unbeobachtet kann man jedes Detail heranzoomen z.B. beim Spannen am Strand (kleiner Scherz).

Nun mögen die Kritiker sagen, dass die Nikon D 700 nur 12,1 Millionen Pixel hat. Die Pixelfetischisten vergessen dabei, dass viele Pixel die Bilder nicht besser, sondern größer machen. Das mag für Superprofis sicherlich nützlich sein, aber für uns Amateure weniger. Wer sich eine Kamera mit 60 Millionen Pixel zulegt, der braucht einen ordentlichen und sehr leistungsstarken Rechner, sonst dreht sich nur die Sanduhr. Die Pixelanzahl bringt wenig im Gegensatz zum feinen Vollformatsensor.

Eine gute Ausrüstung mit einer Nikon D 700 mit Zubehör und Objektiven kostet locker um die 3.000,- €, aber dafür gibt es echte Qualität, die auch morgen noch aktuell ist.

Die komplette Fotoausrüstung zu tragen ist nicht so angenehm und wer alles mitschleppt, der hat abends einen schönen Muskelkater. Nun machen Hobbyfotografen den klassischen Fehler, im Urlaub den ganzen Tag zu knipsen. Das hat den gravierenden psychologischen Nachteil, dass das Erlebte nicht im Unterbewusstsein gespeichert wird. Wer viel fotografiert, hat nach dem Urlaub das Gefühl, nie dort gewesen zu sein. Wer seinen Urlaub sinnvoll einteilt, wird einige Tage ohne Kamera unterwegs sein und danach die schönsten Locations nochmal mit seiner Kamera abgehen.

Ein kombinierter Urlaub mit dem Hobby der Fotografie dürfte mehr etwas für Alleinreisende oder zusammen mit einem anderen Hobbyfotografen sein. Schöne Motive müssen technisch vorbereitet sein. Es werden verschiedene Verschlusszeiten ausprobiert und die Objektive gewechselt. Das kostet Zeit und wer seine Freundin oder Ehefrau mitnimmt, wird schon nach wenigen Stunden das Gemaule der Alten ertragen müssen. Das macht keinen Spaß und auch die Bilder leiden, werden mehr oder weniger lieblos. Da kann man die Ausrüstung auch gleich zu Hause lassen.

Nun bin ich auch nicht der Profi, aber hier sind einige Bilder von mir, die ich für mich wunderschön finde.


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