• 24.11.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Männer können so dumm nicht sein

preisschild

» Artikel vom

Die Aufklärung der Männer ist eine schöne Aufgabe und nichts ist spannender, als über Frauen zu berichten. Nein, es geht nicht um die Vorzüge der Frauen, wenn es außer Sex überhaupt welche geben sollte, sondern um die exorbitanten Kosten. Frauen sind sehr geschickt beim Verstecken ihres Preisschildes. Im Sexrausch sagen Männer alles, was Frauen gerne hören wollen und sie zum Ziel führt. Schatzi, willst Du mich heiraten? Nach einigem Zieren willigt die Liebste schließlich ein. Die Hochzeit ist kostspielig und natürlich ist das Einkommen des Mannes nach der Heirat nun das Familieneinkommen, das unter strenger Aufsicht der Ehefrau steht. Die Dame des Hauses entscheidet über die Ausgaben, meist in ihrem Sinne.

Das Preisschild der Ehefrau wird spätestens mit dem ersten Anwaltsbrief zur Einleitung der Scheidung sichtbar. In so einem Brief stehen Zahlen, die ein Mann kaum glauben mag. Bis die Familienrichterin ihn zur Kasse bittet. Als Gutverdiener geht mindestens die Hälfte des Einkommens an die Ex und die meisten Männer fristen nach ihrer Scheidung ein Leben in Armut, weil ihnen nur noch der Pfändungsfreibetrag bleibt. Aus der Traum von einer prosperierenden Partnerschaft und willkommen in der Sklaverei. Jeder erwachsene Mensch sollte für sich selbst sorgen können, aber Ehefrauen gehören meist nicht zu dieser Gruppe. Und hier hat das Männermagazin erstklassige Arbeit geleistet. Der aufgeklärte Mann kennt die Gefahren und meidet die existenzvernichtende Institution Ehe. Obendrein ist der aufgeklärte Mann vasektomiert, so dass keine Frau ungewollt schwanger werden kann. Ohne Ehe und ohne Kind kann eine Frau kaum Unterhaltsansprüche generieren.

Seit Jahren haben Frauen immer größere Probleme, einen Mann zu bekommen, den sie in Wahrheit nur als ihren lebenslänglichen Versorger sehen. Eine Frau? Nein, danke. Das sagt mittlerweile ein Großteil der Männer ganz unverblümt. Selbst die flottesten Feger kriegen regelmäßig eine Abfuhr und gucken dumm aus der Wäsche. Der weitsichtige Mann weiß eben auch, dass der Knaller von heute das abgehangene Schnitzelchen von morgen ist. Ein Blick auf die Mutter des Knallers verrät alles. Da bedarf es keiner weiteren Erklärung.

Und genau aus dieser Not heraus hat sich nun eine neue Masche entwickelt. Dem geizigen Mann, der sein Geld nicht mit einer Frau teilen will, muss die Frau als Geldsparmodell schmackhaft gemacht werden. In den letzten Tagen berichtete die Presse zunehmend darüber, dass Singles extrem teuer leben, während man zu zweit jede Menge Kosten spart. Frauen sollen ein echter Mehrwert durch Geldersparnis für Männer sein. Vom Eheglück spricht freilich niemand mehr, denn daran glauben nur noch naive Romantiker. Die Heirat mag out sein, aber wer mit einer Frau zusammenlebt, der hat mehr von seinem Einkommen.

Die Journalistinnen ziehen auf den ersten Blick recht sachliche Argumente hervor. Beim Einkaufen gibt ein Single deutlich mehr Geld aus, weil er eben nur kleine Portionen braucht. Für kleine Mengen zahlt man mehr und große Mengen gibt es viel billiger. Stimmt das wirklich? Wer sich gesund ernährt, kauft seine Fleisch- und Wurstwaren beim Metzger. Bei genauem Hinsehen kann nun wirklich jeder feststellen, dass alle Produkte zu einem konstanten Preis pro Einheit verkauft werden. Mathematisch betrachtet handelt es sich um eine lineare und nicht um eine Exponentialfunktion. Die Theorie, dass beim Einkauf der Single generell mehr Geld zahlt ist Unsinn. Selbst beim Gemüse- und Obsthändler ist der Preis pro Einheit unabhängig von der Menge. Sicherlich meinen die Journalistinnen, dass Frauen viel günstiger einkaufen würden als Männer. Das mag stimmen, denn die abgepackte Wurst im Discounter ist billiger als eine hochwertige Qualität vom Metzger. Das ist genau der Grund, warum viele Ehemänner zu einem fetten Schwein mutieren. Wer Billigkram frisst, bekommt früher oder später die Quittung.

Dann berichtet die Presse von hohen Kostenersparnissen bei Reisen, weil Einzelzimmer deutlich teurer als Doppelzimmer sind. Wenn man die Kosten pro Person betrachtet, dann stimmt das. Allerdings setzt das voraus, dass die Kosten des Urlaubs exakt durch zwei geteilt werden. Unberücksichtigt bleibt jedoch, dass ein Urlaub zu zweit immer eine Einschränkung der persönlichen Freiheit bedeutet. Und bei der Kostenteilung sieht die Realität freilich völlig anders aus. Eine Frau steuert allenfalls einen symbolischen Betrag zum gemeinsamen Urlaub bei. Mindestens 80 Prozent der Kosten bleiben beim Mann kleben. Die Differenz schafft keine Frau abzuvögeln, so dass der Mann nicht von einem ausgewogenen Verhältnis sprechen kann. Das Gegenargument ist natürlich, dass Liebe unbezahlbar ist. Nur ist das kein wirtschaftliches Argument. Da geht es um Fakten. Der Urlaub mit einer Frau ist immer teurer und der Mann spart nur dann Geld, wenn er mit einem Kumpel verreist. Männer unter sich haben ein ausgewogenes und faires Verständnis von Kostenteilung, Frauen nicht.

Ein echter Höhepunkt ist die Finanzierung von Autos. Hier suggerieren die Verfasserinnen solcher Artikel ernsthaft, dass eine Frau sich auch an den Kosten des gemeinsam genutzten Fuhrparks beteiligt. Mit einer Frau braucht es immer mehrere Autos, während der Single mit der Kombination aus Auto und Motorrad glücklich ist. Kostenteilung bleibt auch hier eine Fiktion, neben der Problematik, wenn die Trennung ansteht.

Und so liest sich der Artikel in der FAZ „Sechs Gründe, warum Singles teuer leben“ wie eine neue Masche, dem bindungsmüden Mann wieder eine Frau schmackhaft zu machen. Sind Männer wirklich so bescheuert, diesen Unsinn zu glauben? Wohl kaum, aber man kann es ja mal versuchen. Wenn die Muschi nicht mehr zieht, dann versucht man die Männer mit hohen Kostenersparnissen geil zu machen. Ein Vorhaben, das grandios scheitern wird.

Zu einer Frau gibt es viele Alternativen. Wer einen Hund, eine Eisenpfanne und einen Staubsauger mit Wasserreinigung hat, der ist gut aufgestellt für ein glückliches Singleleben. In Sachen Sex bringt eine Frau kaum einen Vorteil, weil Ehemänner genauso häufig masturbieren wie Singles. Worin liegt also der Mehrwert einer Frau? Sind es die wunderbaren Gespräche am frühen Morgen oder die leckere Dosenwurst mit Brot vom Discounter, womit Frauen ihre Sparsamkeit beweisen wollen? Es bleiben noch viele Fragen offen und die richtigen Antworten gibt es nur hier, im Männermagazin.

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