• 28.04.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Man(n) darf nur nicht doof sein

schnee

» Artikel vom

Auch an meinen freien Tagen kann ich nicht länger schlafen, denn meine Hündin, die kleine Muschi, muss früh raus. Schlaftrunken steige ich in meine Klamotten und auch wenn ich in einem Dorf wohne, ich ziehe mich stets München-Ready an. Ich lebe zwar in dem Nest, gehöre aber nicht dazu. Jedenfalls stampfte ich mit meiner Hündin durch den Schnee bis ich bemerkte, dass mein Wohnungsschlüssel noch in der Wohnung liegt. Haha und ich bin natürlich nicht doof, denn ich habe einen Ersatzschlüssel an meiner Hose baumeln. An einem Thor Steinar Karabiner. Also wenn das nicht schlau ist, dann weiß ich auch nicht mehr.

Ganz lässig mit einer selbstgedrehten Kippe im Maul stehe ich vor meiner Wohnungstür und stecke den Schlüssel in den Schlitz. Fuck, wieso passt der nicht? Klar, der andere Schlüssel steckt von innen. Das Schloss ist uralt, da gibt es keine Chance. Das Handy liegt natürlich auch in der Wohnung und eine Scheibe wollte ich nicht einschlagen.

Ich musste nicht lange überlegen. Auf zu meiner attraktiven und etwas vollbusigen Nachbarin. Ich klingle, den Hund im Arm. Das ist der Türöffner schlechthin. Meine Nachbarin bat mich rein und auf dem Sofa saß ihre noch attraktivere Freundin, auch knackige 23. Groß, schlank, lange blonde Haare, kleine Sporttitten. Meine Hündin Betty lud ich auf dem Sofa ab und die begann sofort mit ihrer Arbeit. Kuscheln und Lecken. Darauf fällt jede Frau herein. Ich schnorrte erstmal eine Kippe und starrte beide Hühner an. Ich betone immer, dass von mir keine Gefahr mehr ausgeht. Früher habe ich zwar gerne vergewaltigt, aber heute nicht mehr. Klamotten runterreißen, einen Harten bekommen und dann den Hasenfuß machen, das ist mir in meinem Alter zu anstrengend. Solche Sprüche kommen immer wieder gut an. Jedenfalls halfen mir beide Hühner. Einen Arbeitstrottel, der auf Zuruf angeflogen kommt, haben Weiber immer. Es dauerte keine 20 Minuten und schon stand ein Handwerker parat. So schnell hätte das ein Mann niemals hinbekommen.

Bei solchen Gelegenheiten erfährt man alles, was im Haus so abgeht. Und das ist richtig geil. Meine Nachbarin hat vor einigen Wochen ihren Freund ausgeflaggt. Die Vorgeschichte ist der Knaller. Mein Nachbar Igor hatte mit seiner Freundin nachts wieder einmal Krach und der Hengst meiner Nachbarin sollte hochgehen, klingeln und für Nachtruhe sorgen. Gesagt, getan. Er klingelte an Igors Wohnungstüre, Igor öffnete, haute ihm direkt eine aufs Maul und schloss die Tür wieder. Mit blutiger Fresse ging der Hengst heulend zurück zu seiner Freundin, um sich mit ihr zu beraten. Anzeige erstatten? Was sollen wir tun? Man entschloss sich abzuwarten und wenn sich Igor nicht entschuldigt, dann würde man eine Strafanzeige stellen. Igor meldete sich, aber nur um meine Nachbarin zum Dinner und Date einzuladen, mit der Bemerkung, dass ihr Freund wohl eine Lusche und ein Waschlappen ist. Köstlich. Parallel dazu versuchte ein neu eingezogener junger Bursche meine Nachbarin über Facebook ebenfalls anzugraben. Sie ließ alle drei abfahren. Das sind doch nette Geschichten.

Die Freundin meiner Nachbarin beschäftigte sich mittlerweile ausgiebig mit meiner Hündin und ich fragte sie nebenbei aus. Sie ist unglücklich in ihrer Beziehung. Das Haus ist gemeinsam mit ihrem jetzigen Freund finanziert und sie streiten sich ständig. Jetzt sucht sie einen Ausweg aus diesem Dilemma. Am liebsten hätte sie einen neuen Freund, wo sie wohnen kann. Zudem sollte der neue Stecher sie beim Hausverkauf unterstützen. Ja, sagte ich, eine überlappende Partnerschaft machen alle Frauen. Logisch. Den momentanen Freund kann man nur in die Wüste schicken, wenn der Neue schon auf der Matte steht.

Als netter und hilfsbereiter Mensch bot ich mich gleich an, ihre Sachen aus dem Haus zu holen. Ich bräuchte von ihr nur den Hausschlüssel und eine Vollmacht. Den Rest würde ich dann auf meine Art klären. Im gleichen Atemzug fragte ich meine Nachbarin, was für ein Auto da immer vor dem Haus steht, das ich nicht kenne. Das sei von einem neuen Verehrer, sagte sie. Aha, die Dreckskiste sollte eigentlich auf der Straße parken und nicht im Hof, sonst fehlen irgendwann die Spiegel oder Igor kommt zu Besuch. Die Hühner lachten. Mache ich etwa Witze?

Die knackige Freundin wollte leider doch nicht zu mir, nachdem ich ihr meinen Forderungskatalog aufzählte. War nicht anders zu erwarten, aber dann zeigten mir die beiden Bilder ihrer Freundinnen, die noch zu haben sind. Zum Glück hatte ich noch nicht gefrühstückt, sonst hätte ich auf den Küchentisch gereihert. Mir war nicht klar, dass es so abgrundtief hässliche Frauen gibt, die noch keine 25 sind. Brutal. Und Jungfrauen sind einige auch noch. Ich mag zwar etwas stramme und festere Frauen, aber keine Mastschweine. Scheiße, nein.

Der Handwerker war nach 30 Minuten mit dem neuen Schloss fertig, aber noch nicht perfekt, denn der Schließzylinder war etwas zu lang. Er entschuldigte sich bei mir und wird in zwei Tagen nochmal mit dem passsenden Teil vorbeikommen. Braver Mann. So muss es sein. Und warum war er so nett? Natürlich wegen den jungen Hühnern. Junge und schöne Frauen haben immer ein dichtes Netzwerk zahlreicher Diener. Ich habe das geschickt ausgenutzt. Man darf eben nicht doof sein.

Nachdem alles fertig war schnappte ich meine Betty und ging zurück in meine Wohnung. Das Hündchen roch noch den ganzen Tag nach dem knackigen 23jährigen Brüller. Was für ein toller Duft. Das machte mich doch etwas wuschig, aber mit meiner großen Lebenserfahrung weiß ich, dass nichts umsonst ist. So eine Frau kostet Geld und das nicht zu knapp. Immerhin habe ich nun einen neuen Hundesitter, wenn ich mal einen bräuchte. Ein netter Zug von ihr und Bedarf kann es schnell geben.

Danach musste ich den ganzen Tag daran denken, wie mein Hündchen den Pullover von dem Brüller nach oben zog und ich eine tolle Aussicht auf ihren Rücken und den Ansatz ihres Knackarschs hatte. Ein toller Anblick. Genau deswegen habe ich keine Freundin in meinem Alter. Ich habe einfach keinen Bock auf alte Fregatten.

Auf meine neue Hündin bin ich sehr stolz. Sie hat alle Anforderungen erfüllt. Angraben, gnadenlos und ohne Ende. So soll es sein und im Sommer auf dem Campingplatz wird scharf geschossen. Dank meiner Hündin wird wieder gefickt. Die Thüringer Frauen dürfen sich schon jetzt darauf freuen.

So nett es bei der Nachbarin war, aber irgendwie hat mir das meinen ganzen Tagesablauf zerschossen. Mal gucken, ob ich die Kosten vom neuen Schloss auf den Vermieter abwälzen kann. Immerhin ist es ja nicht meine Tür und ein Ersatz für den alten ausgelutschten Schließzylinder war ohnehin fällig. Auf einen Versuch kommt es an. Wenn ich was will, dann kann ich echt nett sein.

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