• 27.07.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

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muschi

» Artikel vom

Ich lese immer ein bisschen quer durch die Bloggerszene, was die guten und anständigen Menschen so schreiben. Und was lese ich da? Da war ein Genderkongress. Toll. Super. Noch vor wenigen Monaten wusste ich nicht, was Gender überhaupt bedeutet und so richtig interessiert es mich nicht. Wozu auch? Wer Klasse besitzt, gut aussieht und immer lösungsorientiert ist, bei dem perlt das Gendergedöns an der linken Arschbacke ab. Mich interessieren solche Veranstaltungen und deren Ergebnisse, wobei es meist eh keine gibt, schon lange nicht mehr. Das reale Leben ist viel besser und wir wissen doch alle, dass Frauen nichts zu melden haben. Alle wichtigen Wirtschaftsbereiche sind fest in Männerhand und wenn ab und zu ein Häschen einen Managerposten bekommt, dann ändert sich trotzdem nichts. Ausnahmefrauen gab es auch früher schon.

Natürlich sind Männer zum Teil benachteiligt. Aber das liegt an diesen Männern selbst. Wer als Mann Soziologe, Lehrer oder Kindergärtner wird, der muss sich tagtäglich mit den Dummchen auseinander setzen. Selbst Schuld. Für diese Männer sind Genderkongresse natürlich sehr wichtig. Oder für den glorreichen Schriftsteller Arne Hofmann, mit seinem Bärtchen und seinem Lederjackendesign aus den 80iger Jahren. Ich möchte Arne Hofmann nicht kritisieren, denn er verdient Mitleid. Wie kann man sich so viele Jahre um den Genderscheiß kümmern? Entweder man hat einen Tumor im Kopf oder nichts anderes zu tun. Vielleicht beides oder er hat Pech bei Parship gehabt und selbst die hässlichen Weiber beißen bei ihm nicht an.

Nun kommt Weihnachten immer näher und ich werde nächste Woche mal wieder meinen Marktwert testen. Da geht es zu einer Ü30 Party. Ich werde mir die Sache anschauen und mit meinem Kumpel mächtig ablästern. Solche Veranstaltungen gehen mir eigentlich auf den Sack, weil die gealterten Prinzessinnen eh nur jede Menge Cocktails auf Kosten eines Deppen saufen wollen. Das brauche ich nicht, aber die Weiber zu verschaukeln, das macht mir immer großen Spaß. Als Träger des Tanzabzeichens in Bronze kann ich gut tanzen und die niederen Gesprächsthemen habe ich im Blut. Ich weiß, was Frauen hören wollen und worauf sie stehen. Für 10 Minuten kriege ich mich ganz gut verstellt, bis irgendwann die Wahrheit aus mir heraus sprudelt: Du hast ein Kind? Toll. Ist der Vater bekannt? Ja? Fein. Ich mag auch Kinder. Wirklich? Nur keine fremden Plagen. Was soll ich damit? Mein schönes Auto mit Gummibärchen und Schokolade versauen? Nein, danke. Was bist Du für ein Arsch! Arsch? Das ist nicht nett, aber als Alleinerziehende hast Du es sicherlich sehr schwer. Solche und ähnliche Dialoge reiße ich nach kurzer Wohlverhaltensphase ab. Die Alte ist dann für den Rest des Abends stocksauer und wird sich am nächsten Tag noch darüber aufregen.

Die Armut der Alleinerziehenden sieht man gut an der Gardine mit Goldkante, die sie tragen. Irgendein alter Fummel, den der Ex zu Weihnachten oder zum Hochzeitstag geschenkt hat. Meist erzählen diese Hühner, dass sie letztens auf Mallorca mit ihrer Freundin im Urlaub waren. Das ist der einzige Ort, wo Weiber mit 10 € hinfliegen und mit 15 € wieder nach Hause kommen. Besoffene Männer, gerade auf der Partymeile, würden auch eine Palme nageln, wenn sie denn feucht genug ist. Alte Hühner lieben Mallorca, Marokko, Kenia und Jamaika. Da wird der letzte Cent zusammen gekratzt, um sich etwas Glück und Liebe zu gönnen.

Das Leben ist wichtig und nicht langatmige Erklärungen, warum die Beziehungen heute nicht mehr halten oder warum sich Männer und Frauen nicht mehr finden. Das interessiert niemanden. Frauen gibt es genug. Ja, es ist heute nur etwas aufwändiger, eine Stute ins Bett zu ziehen. Auch eine Ü30 Party bringt meist keinen Erfolg. Ich sag da nur: Campingplatz! Da geht immer was. Aber noch haben wir nicht Mai.

Ich beobachte sehr gerne. In meiner Mittagspause gehe ich meist einkaufen. Zuerst zum Metzger und danach zum Bäcker. Beim Bäcker fällt mir immer auf, dass dort im Café zu mehr als 90% Frauen sitzen. Die haben einfach nichts zu tun und genießen ihr Leben, das ein Mann finanziert. In 10 Jahren wird auch diese Kundschaft fehlen, denn der Trend, dass sich Männer nicht mehr rupfen lassen wie eine Weihnachtsgans, ist nicht mehr aufzuhalten. Dann werden uns die Weiber die Türen einrennen, wie es in den USA bereits völlig normal ist. Da reißen Frauen Männer auf und betteln regelrecht um ein Date. In Wirklichkeit wollen diese Weiber mal fein ausgehen und sich mit diversen Köstlichkeiten den Magen voll hauen. Zahlen soll freilich der Mann. Wenn ich eine Frau einladen sollte, dann nur zu einer Bratwurst in der Würstchenbude oder ich mache ein saftiges Steak zu Hause. Aber nur, wenn vorher etwas gelutscht wird. Ansonsten fliegt das Reh aus meiner Hütte. Zum Quatschen brauche ich keine Frau. Dazu gibt es Kumpels. Eine Frau ist in erster Linie für die Befriedigung des Mannes da. Eine Wahrheit, die von den angeblich anständigen Männern stets geleugnet wird. Im männlichen Leben geht es immer um Sex und darum, wie er schnell und günstig zu bekommen ist.

Aber nun steht Weihnachten vor der Tür. Ich werde mich im Ruhrpott rumtreiben und meine schwulen Kumpels besuchen, die ich seit 12 oder 13 Jahren kenne. Es ist immer wieder lustig, wie die sich davor ekeln, wenn ich von geilen Muschis und Titten spreche. Da herrscht völliges Unverständnis. Ein Mann kommt eben nur mit einem Mann klar. Männer haben Freude und Spaß, wenn sie unter sich sind. Oft sitzen wir in einer Werkstatt, mein Hündchen läuft rum und wir labern über Autos, Job, Geld, eben alles, was Männer interessiert. Schwule sind auch Männer und wenn es um Frauen geht, dann sind wir einer Meinung. Nichts als Ärger für den Rest des Lebens mit den Hühnern. Und der Genderkram interessiert Schwule auch nicht. Wir lästern, hetzen und machen uns über hässliche Weiber lustig. Keine Ahnung wie der richtige Fachbegriff dafür ist. Sexist? Arschloch?

Als ich vor Jahren das erste Mal bei meinen Kumpels auf dem Sofa übernachtete, sagte ich sehr höflich, dass mich doch bitte niemand nachts „überraschen“ soll. Da erntete ich völliges Unverständnis mit der Ansage, ob ich denn nicht wüsste, wie beschissen ich aussehe. Nein, kein Schwuler würde mich anpacken, denn Schwule stehen auf knackige junge Männer und nicht auf einen alten hässlichen Sack wie mich. Ich war zwar nicht beleidigt, aber mein Kumpel hätte es netter sagen können. Meine Brille bekam fast einen Riss.

Jedenfalls rief ich vor einigen Tagen dort an, um meinen Speiseplan durchzugeben. Da erntete ich großes Gelächter. Nein, kochen werden sie nicht. Kalte Platte reicht völlig aus. Also gibt es Brot, Butter und etwas Wurst. Vielleicht sollte ich meine Ex anrufen? Sie kann vorzüglich kochen, aber dann hänge ich am Haken und das muss nun auch nicht sein. Im Moment liebe ich meine Freiheit und habe genug andere Sachen zu tun. Im Januar braucht mein Lada eine Inspektion, eine Mike Sander Kur und den Wohnwagen muss ich auch noch etwas richten. Dann habe ich die nächste Weiterbildung mit Prüfung und schon ist es Februar. Die Zeit rennt einfach davon. Nein, Zeit für eine Frau habe ich nicht und die Verantwortung für eine Frau ist eine zu schwere Bürde für mich. Das kriege ich nicht mehr hin. Trotzdem muss ich mir eine neue Matroschka suchen, denn auch ich habe Bedürfnisse.

Eigentlich warte ich darauf, bis meine attraktive Nachbarin ihren Freund in die Wüste schickt. Wenn nicht, dann muss ich etwas nachhelfen. Jung, knackig, etwas mollig, aber nicht fett. Genauso wie ich es mag. Mal schauen was da geht.

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