• 23.10.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Hanna die Baumeisterin

bob

» Artikel vom

Nein, die Hanna gibt es nicht, denn Frauen arbeiten nicht auf Baustellen. Das ist nur eine Arbeit für Männer, weil dieser Job hart ist und ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft erfordert. Alle kleinen Jungs kennen Bob den Baumeister und Bob kann alles. Häuser bauen, Straßen asphaltieren, Fundamente ausheben, Balkone bauen – jede Arbeit ist dem Bob recht. Bob ist eine Puppe und Jungs spielen damit zu gerne. Fast jeder Junge möchte auf dem Bau arbeiten, denn Bauen ist eine großartige Sache.

Das Handwerk hat in Deutschland in der Tat eine große Zukunft. Qualifizierte Handwerker sind echte Mangelware und es werden Spitzenlöhne gezahlt. Das ist für viele ein Widerspruch, dass auf dem Bau jede Menge Billigarbeiter aus der EU arbeiten, obwohl der Mindestlohn ordentliche 11,05 € pro Stunde beträgt. Große Konzerne umgehen diesen Mindestlohn, indem sie eine Bauleistung an einen ausländischen Unternehmer vergeben, der wiederum mit vielen Einzelfirmen hantiert. Das ist ein Wirrwarr und der Staat schaut ohnmächtig zu.

Der kleine Handwerksbetrieb ist gefragt und in Zeiten niedriger Zinsen wird mehr denn je gebaut und saniert. Das Problem vieler Handwerksbetriebe ist das Defizit an qualifiziertem Personal. Es ist sicherlich normal, dass ein Bauherr in seiner Landessprache kommunizieren und seinen Auftrag nicht mit Händen und Füßen Händen erklären möchte. Und da liegt das Problem: Es gibt kaum noch deutsche Handwerker, aber eine riesige Schwemme an ausländischen Arbeitskräften, die weder die deutsche Sprache beherrschen, noch das übliche Qualitätsniveau besitzen.

Kleine Handwerksbetriebe suchen Arbeitskräfte, wenn möglich mit einem Facharbeiterbrief, aber die gibt es kaum. Der Betrieb meldet seinen Bedarf an das Jobcenter und das schaltet eine Anzeige. Dann kommt eine Flut Emails und Telefonanrufe von bulgarischen, rumänischen und anderen Arbeitsvermittlern, die ihre Arbeiter in den höchsten Tönen anpreisen. Unter 30 Bewerbern sind im günstigsten Fall zwei oder drei Deutsche. Wo sind die Arbeitslosen, die händeringend einen Job suchen? Ist der angebotene Stundenlohn von 13 oder 14 Euro für einen Bauhelfer zu wenig? Klar, die Arbeit auf dem Bau ist hart und zeitintensiv, aber wer wirklich Geld braucht, wird sich diesen Job antun. Fehlanzeige, denn die Sozialleistungen sind angenehmer anstatt einer harten Arbeit nachzugehen.

Ein Spezialfacharbeiter erhält ohne Probleme einen Job mit 16 € und mehr. Auf dem Bau zu arbeiten kann je nach Spezialbranche sehr lukrativ sein. So verdient ein Betoninstandsetzer deutlich mehr als ein Maler. Spitzenverdiener sind Elektriker und Fliesenleger. Wer die deutsche Sprache nicht beherrscht, wird selbstredend keinen Spitzenlohn erhalten. Das ist nicht rassistisch. Ein guter Facharbeiter muss eben Bautagesberichte schreiben, einen Auftrag lesen können und Detailabsprachen mit dem Auftraggeber zustande bringen.

Ein Spezialist auf dem Bau geht mit netto 3.000,- € nach Hause. Man muss nicht studieren, um viel Geld zu verdienen, wobei vom Rumsitzen im Büro sicherlich nicht die fette Kohle aufs Konto kommt. Deswegen verdienen Frauen als Tippse ein schmales Gehalt und der Mann auf dem Bau hat eine fette Geldbörse. Ist das ungerecht? Nein, harte Arbeit muss finanziell belohnt werden. Deswegen müssen Frauen damit leben, dass sie immer deutlich weniger Geld verdienen als Männer.

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weib

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