• 16.09.2018

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Mir macht meine Arbeit Spaß

nutten_bangladesch

» Artikel vom

Nun habe ich wieder Internet und kann mir alle Sendungen der letzten 2 Wochen per Mausklick ansehen. Als zwangseingebürgerter Bundesdeutscher habe ich mich selbstverständlich beim Beitragsservice der Rundfunk- und Fernsehanstalten angemeldet. Ordnung muss in diesem Rechtssystem sein. Ohne jetzt weiter politisch zu werden, sollte man auf das deutsche Rechtssystem nicht besonders stolz sein oder es gar über das anderer Länder stellen. Die Nordkoreaner denken sicherlich ähnlich, weil beide Systeme in manchen Bereichen kaum zu unterscheiden sind. Nur am Rande möchte ich darauf hinweisen, dass es einem deutschen Bürger ausdrücklich untersagt ist, sich vor dem Landgericht aufwärts selbst zu verteidigen. Auch wenn das rechtsstaatlich sein soll, die Bezeichnung staatliche Willkür ist dafür nicht verkehrt. Und um die Sache mit dem zwangseingebürgerten Bundesbürger aufzuklären: Ich bin in der DDR geboren und schreibe noch heute in der Rubrik Nationalität „DDR-Bürger“ hinein. Das ist meine Heimat und ich liebe meine DDR, auch wenn sie offiziell nicht mehr existent ist.

Aber das Rechtssystem ist oft nicht schlecht. Man kann schuldig sein und dennoch fröhlich frei herumlaufen. Nein, ich rede nicht von mir, sondern von Klaus Wowereit, auch liebevoll Wowi genannt. Wowi hat etliche Milliönchen von Euros beim Berliner Flughafenneubau gegen die Wand gesetzt. In anderen Ländern geht es bei solchen Summen schnurgeradeaus in den Knast, aber nicht in einer gut geführten Demokratie. Wowi ist nicht dumm und weiß, dass öffentliche Gelder zu verplempern hierzulande keine Straftat ist, aber einen Kaugummi im Supermarkt klauen schon. Politiker sind für Unterhaltspreller die besten Vorbilder. Sie bewegen sich oft exakt an der Linie zwischen Legalität und krimineller Aktivität. Niemand beherrscht dieses System besser. Kein Wunder, denn schliesslich machen sie selbst die Gesetze.

Ich wollte nicht so viel über Politik schreiben, sondern über das leidige Thema Prostitution. Auf ORF lief eine tolle Doku über Nutten aus Mexiko, Bangladesch und Thailand. Die Reporter stellten keine Fragen, sondern ließen die Kamera einfach laufen. Hoch interessant. Ich hatte immer schon größten Respekt vor der Arbeit der Damen im Nuttengewerbe und habe ihn heute noch.

Aber zuerst ein Wort zu den Freiern. Eine Dame sagte etwas Interessantes. Es gibt zwar gebildete und ungebildete Freier, aber sie unterscheiden sich nicht. Beide Gruppen wollen ficken, Muschi lecken und einen geblasen bekommen. Ich übernehme hier die Wortwahl der Nutten, deren Vokabular sehr derb und direkt ist. Ich habe noch nie so oft das Wort Ficken innerhalb von 90 Minuten gehört.

Alle Männer sind für Nutten gleich und wollen meist nur das Eine. Entspannung, Entsamung und Erholung pur. So einfach ist der gemeinsame Nenner. Dabei ist es egal, ob die Nutte ihren Körper hochpreisig oder für schmales Geld verkauft. Das macht keinen Unterschied. Der Manager und der Gutverdiener bewegen sich auf dem gleichen Niveau wie der Friseur in Bangladesch, der abends seine Kasse für die Nutten plündert. Spannend.

Um es noch direkter zu sagen. Die Gesellschaft ist heute verlogen wie nie zuvor. In Deutschland sollen 400.000 Frauen ihren Körper gegen Bares verkaufen. Hinzu kommen unzählige Gelegenheitsnutten. Eine stattliche Anzahl von Frauen, die ihre Muschi für sich arbeiten lassen. Aber diese Frauen können davon nur leben, solange ausreichend Männer verfügbar und willig sind, sich diese Form von Liebe zu erkaufen. Wir reden hier von Millionen Männern, die den Service von Professionellen nutzen. Jeder 5. Mann trägt einen mehr oder weniger grossen Teil seines Lohnes in den Puff. Umso witziger ist es, wie Männer sich entrüsten können, wenn es um Nutten geht. Nein, das gehört verboten und die Freier müssten bestraft werden. Dabei latschen sie selbst einmal wöchentlich in den Puff. Und das zieht sich durch alle Berufsgruppen und durch alle Schichten.

Aber zurück zu dieser Nutten-Doku. In Thailand ging es um einen Body-Massage-Club. Mehr als deutlich war zu sehen, dass diese Frauen freiwillig und ohne Zwang dort arbeiten. Sie wünschten sich zu Arbeitsbeginn beim Beten möglichst viele und großzügige Freier. Alle fanden ihre Arbeit gut, denn nirgends kann man in so kurzer Zeit und so einfach Geld verdienen. Eine mexikanische Nutte sagte, dass sie Schwänze mag und man nirgends mehr Schwänze bekommt, als in einem Puff. Sie ist von ihrer Arbeit begeistert und sieht sich nicht nur als eine Nutte, sondern als DIE Nutte schlechthin. Ihre Spezialität ist das Blasen des Schwanzes mit einem Eiswürfel, den sie dann als Überraschung mit ihrer Zunge in den Hintern des Freiers drückt. Das klang wirklich sehr interessant und hat mich angesprochen. Eine tolle Idee. Das zeigt die Kreativität einer Frau, die ihren Job liebt und ihn mit voller Hingabe praktiziert.

Das Nuttenleben in Bangladesch erscheint dagegen sehr hart und auf einem Niveau, das ziemlich übel aussieht. Dort leben alle mehr oder weniger in Slums, egal ob Huren oder Freier. Dementsprechend niedrig sind die Preise. Die Arbeitsbedingungen der Freier sind hart und die Frauen geben sicherlich ihr Bestes, ihnen den Feierabend so angenehm wie möglich zu gestalten, aber das Hüttendesign dürfte den Europäer abschrecken. Der Mann ist dort eine begehrte Ware. Da die Nutten deutlich in der Überzahl sind, ist der Kampf der Frauen um jeden Freier unmenschlich. Sicherlich wäre die Lage entspannter, wenn mehr Männer den Service der Liebesdienerinnen in Anspruch nehmen würden. Ein Freier sagte, wenn es keine Nutten geben würde, dann müsste er es mit seiner Ziege treiben. Andere Länder, andere Sitten.

Nun leben wir in Mitteleuropa und die ganze Hurerei sollte hier in der Tat beendet werden. Es sollte unter Strafe stehen, dass Frauen mit ihrer Vagina ihren Lebensunterhalt verdienen und damit die Männer ausbeuten. Damit muss endlich Schluss gemacht werden. Klar werden Frauen große Krokodilstränen weinen, wenn sie bei schlechter Bezahlung den langen Arbeitstag an der Werkbank oder im Büro verbringen müssen. Frauen mögen das nicht und wer eine Frau fragt, ob sie sich vorstellen kann, bis zum Rentenalter zu arbeiten, dann wird sie mit nein antworten. Das ist die mehrheitliche Meinung der Frauen.

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