• 23.10.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Leutnant Dinos kleine Geschichten

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Vor kurzem habe ich mir ein freies Wochenende gegönnt. Meinen DDR Wohnanhänger hänge ich am uralten Shiguli an, den der locker ziehen kann. Alle Sachen sind verstaut und mein Hündchen liegt gelangweilt im Fußraum des Beifahrersitzes. Nach nur knapp 90 Minuten fahre ich mit meinem ostalgischen Gespann in den Campingplatz in Jena ein. Ein angenehmer Stellplatz ist schnell gefunden und dann checke ich mit militärischem Rundumblick gewohnheitsmäßig die Lage.

Da war ein Pärchen in meinem Alter, das unheimlich rumturtelte. Sie sahen frisch verliebt aus und versuchten gerade ein Aldizelt aufzubauen. Ich machte wie immer eine dumme Bemerkung, dass ihr Kinderzelt wohl keine optimale Liebeshöhle sei und so kamen wir ins Gespräch. Und ich lag wie immer richtig. Die Geschichte der beiden ist schnell erzählt. Sie sind seit Jahren mit anderen Partnern verheiratet und nun sind sie frisch verliebt praktisch durchgebrannt. Das ist die wahre Liebe, traumhaft, wie im Märchen. Gegen die Liebe kann man eben nichts machen.

Meine gezielte Frage, ob denn die Ehepartner Bescheid wüssten, bejahten sie. Nicht schlecht, sagte ich. Dann wird wohl bald die fette Rechnung folgen. Ich klärte die beiden auf, dass der verliebte Lover bald völlig am Ende sein wird. Eine betrogene und verlassene Ehefrau ist das Schlimmste, was einem Mann passieren kann. Da werden im Scheidungsverfahren alle Register gezogen und das Privatleben über Monate und Jahre belastet. Ich gab meine beste Empfehlung des Tages: Der Knabe soll seine Affäre das ganze Wochenende ordentlich durchrammeln und am Montag einen Strauß Rosen für seine Ehefrau kaufen. Es ist billiger, zu seiner Ehefrau zurückzukehren, als mit einer neuen Frau schnurstracks in die Armut zu gehen. Und weil keine Frau in Armut leben kann, macht es erst recht Sinn, seiner Ehefrau die ewige Liebe zu schwören. Einen kleinen Fehltritt verzeihen die meisten Frauen. Nach meinem Lebenstipp war die Kommunikation beendet. Die liebestolle Dame schien etwas säuerlich auf mich zu sein.

Das alles spielte sich in Jena ab, weil dort am Wochenende das Lada Sommertreffen stattfand. Die meisten Teilnehmer kannte ich, doch ein Lada Kumpel hatte eine neue Frau dabei. Ich ging schmunzelnd auf die beiden zu und fragte nach dem Status. Ja, wir sind seit 12 Wochen ein Paar, sagte sie nicht ohne Stolz. Ich gratulierte ganz brav und stellte sofort meine Lieblingsfrage: Bist Du eine Alleinerziehende? Ja, wieso? Da musste ich lauthals lachen. Alleinerziehende verströmen stets eine gewisse Morbidität, woran man sie schon von weitem erkennt. Ich sagte, dass es in ihrem Alter wirklich sehr schwer sei, noch einen Mann zu finden. Sie sollte unbedingt das Männermagazin lesen, um einige Tipps abzugreifen, wie ein Mann auf Dauer glücklich gemacht werden kann.

Dann fragte ich nach einigen persönlichen Daten und war doch ein wenig überrascht. Das Mäuschen ist 40, sieht aber noch recht passabel aus. Ihr Sohn ist schon 21 und studiert. Nach ihren Angaben hat sie immer gearbeitet. Doch weil ihr Studium so gefragt ist wie eine Sonnenbank in Thailand, hatte sie immer zwei bis drei Jobs gleichzeitig. Das klingt sicherlich nicht so angenehm, aber die meisten sehen das völlig falsch. Ein Job mit wenigen Stunden hat meist eine höhere Entlohnung und wer drei Jobs hat, arbeitet praktisch Vollzeit. Die Arbeitszeit teilt sich eben auf mehrere Jobs auf. Unterm Strich ist der Lohn höher als bei den meisten Festanstellungen.

Interessant ist ihre heutige Tätigkeit. Sie ist selbständige Erzieherin. Dieser Job wird von der Stadt Dresden gefördert. Es gibt Zuschüsse zu den Sozialversicherungsbeiträgen und der Lehrgang zur Erzieherin ist kostenlos. Jedenfalls betreut sie ständig fünf Kinder und ihr Gehalt ist prächtig. Sie ist sehr zufrieden. Es war mir wirklich neu, dass es solche Programme in fast allen Bundesländern gibt, um fehlende Kindergartenplätze auszugleichen. Für die Stadt hat dieses freiberufliche System viele Vorteile. Alleinerziehende kommen so in Arbeit und Frauen, deren Kinder tagsüber versorgt werden, können problemlos arbeiten. Das ist perfekte Selbsthilfe mit mehrfachem Nutzen. So können Alleinerziehende einer Arbeit nachgehen und liegen nicht dem Steuerzahler auf der Tasche. Die Idee würde ich sogar als genial bezeichnen. Keine Alleinerziehende muss jammern, dass sie ihre Kinder nicht unterbringen kann. Damit dürfte klar sein, dass Alleinerziehende durchaus Geld verdienen können und nicht auf die Almosen vom Staat angewiesen sind.

Nachdem ich mit dieser Alleinerziehenden geplauscht hatte, kam ihr Stecher dran. Er ist Techniker im Sanitärbereich und betreut eine große Möbelkette. Jeden zweiten Tag muss er ausrücken, um aus den Abflüssen der Damentoiletten Schlüpfer zu entfernen. Da war ich sprachlos und konnte es kaum glauben. Seine Freundin bestätigte das, denn einmal fuhr sie mit, um es mit eigenen Augen zu sehen. Sie hatte auch ihre Zweifel, die jedoch beim Anblick der Schlüpfer sofort verschwanden. Ja, Frauen spülen ihre Schlüpfer in der Damentoilette hinunter. Das Warum ist schnell erklärt. Frauen gehen auf die Toilette und ziehen ihr Höschen herunter. Dann bemerken sie, dass ihr Schlüpfer stinkt und wenn sie den stechenden Geruch nicht mit Parfüm übertünchen können, dann wandert der Slip einfach in die Toilette. Aus und fertig. Und schon stinkt die Alte nicht mehr. Was wie eine Geschichte aus dem kranken Geist eines Mannes klingt, ist die Wahrheit. Ich kenne das Möbelhaus und die Anschrift. Ich verkneife mir jedoch, diese Daten preiszugeben.

Und da ich gerade bei den versifften Weibern bin: Ich habe meinen Bäcker gewechselt, weil ich die abgeranzte Verkäuferin nicht mehr ertragen konnte. Ich bin sicherlich hart im Nehmen, aber meine Toleranzgrenze ist überschritten, wenn der Verkäuferin der Sabber aus der Nase läuft und dieser Dreckspatz beim Eintüten meiner Brötchen statt eines Taschentuchs ihre Hand zum Rotzabwischen nimmt. Das ist selbst für mich zu viel.

Um diesen Artikel wunderschön abzurunden: Viel Spaß beim oralen Verwöhnen Deiner Ehefrau oder Freundin. Es mag Dich geil machen, wenn Mutti ohne Schlüpfer nach Hause kommt, aber bedenke, dass sie ihre stinkende Muschi unterwegs mit dem Wasser aus einer öffentlichen Kloschüssel gereinigt hat. Prost und einen schönen Tag noch!

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