• 23.04.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Geil und dumm

hot

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Ich bin ein Trottel von Mann, wie er im Bilderbuch steht. Eine Frau gräbt mich an und ich glaube glatt daran, dass sie mich toll findet. Freitagabend. Im Niemandsland fahre ich von der Autobahn runter zum Tanken. Ich fahre ein geiles Auto, was mir nicht gehört. Beim Tanken spricht mich eine Frau an, Mitte 30, weil sie die Karre geil findet und gerne ein Foto machen möchte. Kein Problem.

Wir halten einen kleinen Plausch. Ungefragt gibt sie mir ihre Visitenkarte und schreibt ihre Handynummer drauf. Super. Ich fühle mich in diesem Moment richtig gut und begehrt. Beinahe hätte ich das Zahlen der Tankrechnung vergessen und danach fuhr ich los. Ich schickte ihr eine SMS und sie meldete sich prompt. Wow. Da hat der steile Zahn wohl angebissen. Nach der dritten SMS schrieb sie mir dann, dass ich sie besuchen könne. An ihrem Arbeitsplatz in einem Fitnessstudio. Wie bitte? Ich soll in ein Scheiß Fitnessstudio gehen und wie ein doofer Dackel dort warten, bis Madame mit irgendeinem Quark fertig ist? Ich schrieb ihr, dass wir uns irgendwo anders treffen sollten. Bei ihr oder bei mir. Logisch. Nein, ich solle erstmal in ihr Fitnessstudio kommen.

Und da kam mein Realitätssinn zurück. Sie sieht zweifelsfrei sehr gut aus und fühlt sich deshalb als begehrenswerte Prinzessin. Und ich als ihr auserwählter Ritter und Bespaßer darf ihr nun den Hof machen. Mit etwas Glück und abhängig von ihrer Gnade bekomme ich nach dem Verplempern meiner Ressourcen, sprich Zeit und Geld, vielleicht ein Küsschen auf die Wange oder darf mal an ihrer Muschi schnuppern. Bin ich etwa blöd? Ja, aber so blöd nun auch wieder nicht. Ich habe mich nicht mehr gemeldet und gut ist es. Am Tag danach ist mir aufgefallen, dass meine Karre wirklich geil aussieht und ich an sich nicht gemeint war. Wer so eine Karre fährt, muss Kohle haben und das ist für Frauen hochinteressant. Fazit: Nicht ich war gemeint, sondern das vermeintliche Geld. Klar, dass Frauen nun wieder aufkreischen, dass doch nur ganz wenige Frauen so sind. Ich hätte einfach großes Pech gehabt, aber alle anderen Frauen stehen auf die Liebe und nicht aufs Geld. Logisch.

Einige Tage zuvor war ich in einem italienischen Restaurant. Die Kellnerin war schon ein Feger und ich fragte sie scheinheilig, ob sie denn nicht Lust auf eine Spritztour mit einem Fiat 124 hätte. Das Auto des Jahres 1967. Sie lachte mich aus und meinte, dass sie nur in einen BMW oder Mercedes einsteigen würde. Ich setzte nach, ob ihr klar sei, dass sie eine Kellnerin ist. Für einen kurzen Augenblick dachte ich, dass sie mir den Teller voller Nudeln in die Fresse hauen würde. Fazit. Wenn eine Frau gut aussieht, dann gibt es einen Mindeststandard, den sich diese Sorte von Frauen gewiss nicht selbst leisten kann.

Ich suche keine Frau, aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, dann würde ich durchaus zuschlagen, nur eben nicht um jeden Preis. Ich mag nicht den Flirtaufwand, der stets mit exorbitanten Kosten verbunden ist. Trotz meiner Geilheit funktioniert mein Hirn tadellos. So sitze ich lieber alleine in meiner Wohnung und erfreue mich meines Glücks. Nur zu gut weiß ich, dass nach einem guten Fick die Ernüchterung kommt. Danach ist jede Frau einfach nur lästig. Egal wie gut sie aussieht.

Natürlich könnte ich bei Frauen mit meinem hohen Einkommen punkten. Immerhin verdiene ich netto 5.000,- € und damit überdurchschnittlich gut. Aber ich will die anspruchsvollen Erwartungen der Weiber nicht erfüllen. Ich warte auf die große Liebe und auf nichts Anderes. Ok, das war jetzt übertrieben. In Wahrheit will ich billig und ohne Umschweife einlochen. So wie jeder andere Mann eben auch. Doch meist geht das nicht ohne eine Mindestbespaßung, für die ich schlichtweg zu faul bin. Vielleicht weil ich früher als männliches Flittchen zu viel gevögelt habe. Das reicht für drei Männerleben. Mindestens.

Und dann ertappte ich mich letzte Woche dabei, wie ich bei Frauen nur auf die Titten glotze. Völlig ungeniert. Ich weiß einfach nicht, wie ich das abstellen kann. Mir ist völlig klar, dass Frauen sich davon sexuell belästigt fühlen. Es ist nicht in Ordnung, Frauen auf ihre Geschlechtsmerkmale zu reduzieren, wo sie doch angeblich viel mehr zu bieten haben. Nur was? Was haben sie zu bieten, das einen echten Mehrwert für einen Mann bringt? Richtig. Nichts.

Ich war die ganze Woche mit einer jungen und sehr attraktiven Frau zusammen. Sie musste die ganze Zeit meine feministischen Sprüche ertragen. Dabei habe ich viel von ihr gelernt, weil sie meine Thesen über das Wesen der Frau durchweg bestätigte. Frauen sind Prinzessinnen, die sich nach wenigen Monaten in der Partnerschaft langweilen. Doch was ist ein guter Zeitpunkt, um den lästigen Freund abzustoßen? Richtig. Nach Silvester. Es wäre doch dumm, die tollen Weihnachtsgeschenke und eine geile Silvesterparty sausen zu lassen. Neues Jahr, neues Glück. Da hat eine Frau genug Zeit für eine neue und noch viel größere Liebe. Und wenn nichts geht, dann wird eben in Tinder nach einigen Matches gesucht. Eigentlich ist das nicht nötig, weil sich bei jeder halbwegs geilen Braut immer 4 oder 5 Kerle parallel bewerben. Sie muss einfach nur aus diesem verfügbaren Angebot einen Mann auswählen. Und dann glaubt dieser auserwählte Trottel doch tatsächlich an die große Liebe. Dabei war er unter den verfügbaren Männern nur der Vielversprechendste. Von Liebe ist das meilenweit entfernt. Die meisten Männer dürften unter die Rubrik geiler Trottel fallen.

Ich sehe und erfahre jeden Tag dieses Drama mit den Weibern und wie Männer sich völlig für sie verausgaben. Haus, Eigentumswohnung, teure Urlaube und Klamotten für die Dame, die sich morgens, statt zu arbeiten, ihre Zeit in einem Café vertreibt. Alles auf Kosten des Mannes, der dabei immer noch an sein großes Glück glaubt.

Da zahle ich für ein junges Ding lieber die Miete für 30 Minuten oder eine Stunde. Das ist hocheffizient und ich kann jeder neuen Bekanntschaft glaubhaft vermitteln, dass ich im Moment nicht geil und somit klar bei Verstand bin. Und auf die Frage nach dem Warum sollte ein Mann nicht lügen. Ja, ich war im Puff. Na und? Glauben Frauen wirklich, dass ihre Partner noch nie im Puff waren? Wovon leben wohl die mindestens 300.000 Nutten in Deutschland? Wenn Frauen das nicht realisieren, dann sind sie wirklich dumm wie ein Stück Holz. Aber das sind sie wohl immer.

Statt eine Frau nehme ich lieber ein Fachbuch in die Hand und bilde mich weiter, weil ich dadurch genau das machen kann, was Frauen nicht packen. Geld verdienen? Nein, um Gottes Willen. Dann müsste ich Unterhalt bezahlen, was nun wirklich nicht in die Tüte kommt. Mit einer ordentlichen Bildung sichere ich mir meinen Lebensstandard für die Zukunft. Das ist der qualitative Unterschied zu Frauen, die mit 50 plötzlich realisieren, dass ihre Rente unterhalb von Hartz IV liegen wird. Dieses Erwachen ist dann viel zu spät.

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