• 18.08.2018

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Einsam oder gemeinsam alt werden

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Das Alter nagt am Körper. Weniger bei Männern, die dank der etwas dickeren und stabileren Haut selbst im fortgeschrittenen Alter prima aussehen. Die Bierbauchmänner interessieren sich sicherlich mehr für den Kasten Radeberger oder Wernesgrüner, als für einen schlanken Körper. Egal, ob mit oder ohne Bauch, wir Männer finden uns selbst immer Klasse. Ab 40 fangen sogar die besten Jahre an, während das schönste Mädchen aus der Schulklasse nun ein aussichtsloser Sanierungsfall ist. Nein, ein altes Stück will niemand haben. Heute könnte man die ehemals begehrte Schönheit leicht abgreifen. Nur, warum? Es macht einfach keinen Sinn. Geniessen wir lieber die Schadenfreude, wenn ehemals unnahbare Topmodels aus der Schulklasse zu Ladenhütern mutiert sind. Sehr höflich ausgedrückt.

Und da kommen die Psychologen ins Spiel. Sie sagen immer wieder, gar gebetsmühlenartig, dass Männer in Beziehungen sehr viel länger leben können. In einer Beziehung? Wirklich? Da erinnere ich doch sehr gerne an den Fakt, dass in einer Beziehung jedem Mann, wirklich jedem, von seinem eigenen Einkommen nur ein Taschengeld unter dem Niveau von Hartz IV bleibt. Natürlich gibt das kein Mann zu und macht auf dicken Max, der zu Hause die Hosen an hat und sein Geld gönnerhaft verteilt. Wer wohl sonst. Bei solchen Sätzen kann man sich vor Lachen kaum auf den Beinen halten. Ein Selbstbetrug erster Klasse, der sogar noch vor der Lüge auf die Frage kommt, wann man das letzte Mal gewichst hat. War es vor 26 oder 29 Jahren? Nein, es war heute Morgen heimlich beim Duschen, weil die Ehefrau mal wieder Batz auf der Lippe hatte und sie einige Eiterpickelchen zwischen Harnröhre und rechter Schamlippe plagten. Und eine Handmassage war auch nicht drin, weil die Dame gerade ihren Hautpilz bekämpft. Und wer etwas genauer hinschaut, der entdeckt ein altes, abgewracktes Schlachtross, wo es sich nicht mehr lohnt, den Stift aufzupolieren. Da macht Wichsen einfach mehr Spaß.

Eigentlich wollte ich mich nicht schon wieder über Frauen belustigen, doch bei Sibylle Berg vom SPIEGEL Online, die einen sinnlosen Artikel über Einsamkeit geschrieben hat, mache ich eine Ausnahme. Die erste Frage, die ich mir stellte: Wann wird endlich das gefühlt 30 Jahre alte Bild der Frau Berg aktualisiert? Der Chefredakteur muss einen guten Grund haben, warum er seinen Lesern das wahre Aussehen dieser abgeknitterten Fresse erspart.

Nun hat Madame Berg, die praktisch die Schlachthofreife besitzt, die Einsamkeit so beschrieben, dass man neidisch auf die vielen Pärchen schaut und sich dabei ein tiefer Graben der Sehnsucht breit macht. Diesen intellektuellen Mist kann ich nur sehr schwer interpretieren, viele Füllwörter ergeben einfach keinen Sinn. Es ist eben nur das übliche Frauengeschwätz, bei Sibylle Berg mit intellektuellem Anstrich.

Es gibt keine echte Einsamkeit. Schließlich hat der Bierbauchträger seine Saufkumpels und andere Männer treffen sich mit Kollegen, die auch keinen Bock haben, ihre sauer verdiente Kohle in eine Muschi zu investieren. Und auch sie gibt es noch, die lieben und netten Männer, die sich jeden Tag bemühen, ihrer Ehefrau ein schönes und sorgenfreies Leben zu bereiten. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich das Blatt auch für diese Spezies von Männern wendet. Die Statistik lügt nicht. War es früher das verflixte 7. Jahr, so ist es heute das berühmte 4. Jahr, in dem die meisten Ehen scheitern. Und genau genommen ist eine Ehe statistisch nach knapp 15 Jahren beendet. Aber wen interessiert das schon? All das ist bekannt und heute noch stolze Ehemänner werden in Kürze im Internet nach Auswegen aus ihrem Trennungsdesaster googeln. Aber das ist heute nicht mein Thema. Nein, es geht um die Einsamkeit.

Die meiste Zeit meines Lebens, man will es kaum glauben, war ich Single. Alle meine bisherigen Beziehungen waren kurzzeitig. Das klingt traurig, ist es aber nicht. Während ein Ehemann ständig im Stress ist, um nicht beim Nageln seiner Arbeitskollegin auf dem Schreibtisch erwischt zu werden, kann ich meinen Stift stressfrei überall versenken, wenn auch nicht bei jeder Gelegenheit. Ist es etwa Einsamkeit, wenn man keine Freundin hat und sich nicht um ihre Probleme kümmern darf? Mitnichten. Eine Frau zu haben macht Arbeit und Stress ohne entsprechende Gegenleistung. Das muss nun wirklich nicht sein. Meine Taktik ist ganz einfach. Sehe ich keinen echten Mehrwert in einer Frau, dann ist eine Beziehung nicht tragfähig.

Eine Frau darf niemals der Lebensmittelpunkt des Mannes sein. Dafür gibt es zu viele andere Sachen zu tun. Ich möchte nicht alle meine Hobbys aufzählen, die jede Menge Zeit kosten, doch die haben bei mir oberste Priorität. Warum das so ist? Ganz einfach. Eine Beziehung mit einer Frau ist permanent instabil. Es gibt unzählige unberechenbare Faktoren, die eine Beziehung scheitern lassen. Auch ohne Beziehung gibt es an Frauen keinen Mangel, wenn man es denn tatsächlich möchte.

Einsamkeit kommt nicht von der fehlenden Beziehung zu einer Frau. Männer mit einem erfüllenden Beruf oder interessanten Hobbys sind nie einsam und haben für eine Prinzessin eh keine Zeit. Ok, vielleicht für einen Stich, aber gewiss nicht als Rundumversorger und Dauerbespasser. Da liegt Sibylle Berg völlig falsch. Sie sagt: „Einsamkeit ist schlimmer, als gestorben zu sein.“ So denken freilich Frauen, aber nicht Männer. Fühlen Frauen sich nicht verstanden oder tanzt der Mann nicht nach ihrer Pfeife, dann sprechen Frauen schnell von Einsamkeit. Und anstatt wie von Sibylle Berg empfohlen lieber zu sterben, nehmen sie sich unser letztes Hemd und suchen einen neuen Geldgeber. Doch den finden sie heute kaum noch.

Einsamkeit ist ein Problem der Frauen und freuen wir uns, dass es kein Männerproblem ist. Wenn Männer einsam sind, dann mit einer Frau und nicht ohne. Das sind die Ehemänner, deren Frauen sie von ihren Freunden und Hobbys isolieren. Dafür müssen sie jeden Morgen die unzufriedene Fresse ihrer Frau ertragen und sich abends ihren sinnlosen Alltagsmüll anhören. So richtig mag da kein Mann zuhören. Deswegen gibt es den Standardspruch der Frauen: „Du hörst mir nicht zu“. Ja, das ist die wahre Einsamkeit des Mannes. Vielleicht hat Sibylle Berg doch Recht. Einfach die verblödete und langweilige Ehefrau vor die Tür setzen, damit die Einsamkeit beendet ist. Warum nicht?

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