• 23.10.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Nach dem Essen wird gefickt

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Mittags schlendere ich zu meinem autorisierten Metzger, um den Mittagstisch zu genießen. Hinter der Theke entdecke ich eine neue Mitarbeiterin. Äußerlich passt sie prima in den Laden, womit sich ihr Aussehen jeder vorstellen kann. Jedenfalls bestellte ich den Fisch und nach meinem üblichen Hinweis, dass sie bei der Bestückung des Tellers nicht geizig sein soll, schaute sie fragend zu ihrer Kollegin Rosi. Rosi wies sie an, dass sie mehr draufpacken soll, weil ich keine Frau habe, die mich versorgt. Die halbe Theke lachte, so wie immer, und Rosi schob nach, dass ich eine Frau haben könnte, wenn ich etwas großzügiger wäre. Kein Problem, sagte ich, wenn die Qualität stimmt. Ich wunderte mich nicht wirklich, dass da niemand mehr lachte.

Der Fisch mit Senfsoße war wirklich sehr gut und ich musste beim Essen schmunzeln, als ich mich an eine tolle Geschichte erinnerte. Vor über einem Jahr sprach ich eine Bauzeichnerin an, ob sie mit mir Essen gehen würde, denn ich hätte einiges mit ihr zu besprechen. Nach meinem Vorschlag war Ruhe, sie überlegte und antworte kurz und knapp: „Nein“. Das Nein sagte sie überdeutlich. Als Mann musste man dieses Nein so verstehen, dass es ein Nein zum Ficken nach dem Essen war. Es bleibt einer Frau natürlich überlassen, ob sie eine Einladung zum Essen als Aufforderung zum Ficken versteht, aber das passiert häufig. Frauen zeigen damit ihre vermeintliche Macht. Jedenfalls war mir ihre Abfuhr Jacke wie Hose. Ich wollte sie lediglich für einige Arbeiten gewinnen. Das wäre sicherlich ein netter Nebenverdienst für sie gewesen. Wenig Aufwand mit einigen Scheinchen als Dankeschön.

Nach über einem Jahr traf ich diese Bauzeichnerin wieder und wir plauderten ein wenig. Ich hatte die Story mit ihr bereits vergessen, aber sie fragte mich leicht von oben herab, was ich denn damals von ihr wollte. Ich erklärte ihr, dass es um einige technische Zeichnungen ging, die sie mir hätte machen können, wenn sie denn gewollt und Zeit gehabt hätte. Nun doch etwas verblüfft sagte sie mir, dass ich immer zu ihr kommen könne. Ich bedankte mich artig für ihr großzügiges Angebot, aber ich hatte mich damals anderweitig orientiert und die passende Hilfe gefunden. Sie machte mir den Vorwurf, dass ich das doch damals gleich hätte sagen können. Dann wäre sie sehr gerne mit mir zum Essen gegangen. Ich lachte und dachte mir meinen Teil.

Vor ein paar Monaten fragte mich eine Sekretärin, ob ich sie denn zum Mittagstisch einladen würde. Ich sagte: „Klar doch“. Ihre Antwort: „Aber nicht heute. Frage mich doch nächste Woche nochmal.“ Ich lachte. Diese Frage sollte lediglich austesten, ob sie es mir wert ist, sie einzuladen. Um dann ihre Position mir gegenüber zu erhöhen, hat sie mich zum Bittsteller degradiert, indem sie mich nochmals antanzen lassen wollte, sie einzuladen. Ich habe für so ein billiges Verhalten ein müdes Lächeln übrig. Solche Spielchen perlen bei mir komplett ab.

Frauen begreifen einfach nicht die männliche Denkweise. Männer besprechen sich gerne in angenehmer Atmosphäre bei einem Mittag- oder Abendessen, um entspannt einige Deals abzuwickeln. Das ist Standard. Frauen sind dazu schlichtweg nicht fähig.

Und heute rief mich diese Sekretärin an, weil sie eine Frage hatte. Dann plauderten wir etwas privat und sprachen über ein neu eröffnetes Restaurant. Ich sagte ihr, dass ich gestern Abend dort Essen war und es war vorzüglich. Daraufhin meinte sie, dass sie sich dieses Lokal nicht leisten könne, weil es recht teuer ist. Aber hingehen würde sie sehr gerne. Nach dieser Steilvorlage holte ich zu einem kleinen Gegenschlag aus und erklärte ihr, dass ich sie herzlich gerne einladen würde, aber es nicht tue, weil sie ja eh nicht mitkommt, was ich als ihre Entscheidung natürlich respektiere. Ich sprach sehr schnell und habe dann das Gespräch knackig beendet, weil ein neuer Anrufer am Handy anklopfte. Das stimmte natürlich nicht, aber ich wollte, dass die Pointe richtig sitzt. Nur Minuten später klingelte mein Handy und zeigte die Nummer dieser Sekretärin an. Ich ging einfach nicht ran, um meine Pointe nicht zu verwässern. Sie soll sich gerne einige Tage mies fühlen. Frauen, die eine Abfuhr bekommen, fühlen sich immer schlecht. Das habe ich diesmal etwas genossen.

Natürlich gibt es noch richtige Frauen, die leider meist deutlich älter sind als ich. Vor einigen Tagen war ich in der DDR und es war ziemlich heiß. Also nahm ich meinen mutmaßlichen Kampfhund namens Betti mit ins Bürogebäude und fragte die nette Sekretärin, ob sie denn für eine Stunde auf meine Hündin aufpassen könne. Aber klar doch, sagte sie. Sie holte gleich eine Schale mit Wasser und Betti kroch unter ihren Schreibtisch. Das macht Betti immer und dann liegt sie da wie festgetackert ohne einen Mucks zu machen. Meist schläft sie ein. Als ich nach einer Stunde wiederkam, knieten drei Frauen vor dem Schreibtisch und versuchten Betti mit einem Keks hervorzulocken, um sie zu streicheln. Keine Chance. Betti bewegt sich ohne mich keinen Millimeter und lässt sich nicht bestechen. Das Bild sah zum Schießen aus und ich beklagte gleich, dass meine Hündin ihre Hauptaufgabe, Frauen für mich aufzureißen, nicht ernst nimmt. Die älteren Damen lachten und ich schob nach, dass es da nichts zu lachen gibt. Das ist wahr. Ich sagte noch, dass ich so gerne mit einer Frau, wenn ich denn eine hätte, in die Karibik oder nach New York fliegen würde. Zu zweit ist es doch viel schöner. Aber leider finde ich keine Frau und mittlerweile habe ich die Suche aufgegeben. Das magische Wort „Reisen“ hatte zur Folge, dass diese Frauen das Sabbern bekamen. Das sei ja so romantisch und das würden sie auch gerne machen. Ich bedankte mich dafür, dass sie sich so lieb um meine Hündin gekümmert haben und verschwand. Die kommende Nacht werden diese Damen von der Karibik träumen. Und von einem Mann, der sie dort grenzenlos verwöhnt. Schließlich sind sie es wert.

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