• 18.08.2018

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Schlechte Umstände sind positiv

zukunft

» Artikel vom

Die Frau haut ab, der Job ist weg oder die Geliebte hat ihren Tripper ungeniert an einen selbst weiter gereicht. Das sind alles keine guten Nachrichten. Und es gibt sicherlich noch weit mehr Schlechtigkeiten, die einen gutgläubigen Mann erwischen können. Die meisten Männer dürften zunächst geschockt sein. Ok, der Tripper lässt sich mit Antibiotika leicht behandeln, aber eine verloren gegangene Ehefrau ist ein echtes Problem. Bei gemeinsamen Kindern sieht es noch viel schlimmer aus. War der Mann in der Ehe treu und fürsorgend, so gilt er nun vor dem Familiengericht als echte Gefahr für die weitere Entwicklung seiner eigenen Kinder. Behauptet von der Exehefrau. Das sind wirklich keine guten Momente, die bei fast allen Männern Frust und tiefe Trauer erzeugen. Es ist unverständlich, dass Familiengerichte dem Unsinn der Ehefrau beweislos folgen. Damit sind die Fronten sofort klar und es werden Fakten geschaffen, die sich später kaum mehr ändern lassen.

Solche Ereignisse sind grauenvoll und richtig deprimierend wird es, wenn keine Lösung in Sicht ist. Und genau hier liegt der Hund begraben. Warum sollte eine Lösung überhaupt in Sicht sein? Muss das Recht unbedingt auf der eigenen Seite sein? Ich habe Recht und die Ehefrau nicht! Um das schwarz auf weiß zu bekommen ziehen wohl die meisten Männer vor Gericht. Doch das jahrelange aussichtlose Gerichtstheater zehrt an den Nerven und besonders stark an der Geldbörse.

Hier muss man loslassen, die Fakten begreifen und akzeptieren. Wenn ein Gericht Fakten schafft, dann ist das niemals Unrecht. Das nennt sich eine richtige Entscheidung, auch wenn später ein anderes Recht gesprochen wird. Die Richter begründen gegensätzliche Entscheidungen damit, dass sie zu ihrem Zeitpunkt richtig waren. Heute ist das Urteil zwar grundlegend anders, aber das ist nicht weiter schlimm. Da werden dann einfach neue Umstände behauptet. Man muss sich an die Birne fassen, warum Richter nicht einfach sagen können, dass sie eine Fehlentscheidung getroffen haben. Nein, Richter machen grundsätzlich keine Fehler. Das muss man akzeptieren. Eine Niederlage vor Gericht ist leicht zu ertragen, wenn man weiß, dass man nie eine Chance hatte.

Mit einem Jobverlust verhält es sich genauso. Der Geschäftsführer darf einstellen und entlassen, wie er es für richtig hält. Sachliche Gründe müssen für eine Entlassung nicht vorliegen. Dazu besteht keine Notwendigkeit. Es ist reine Zeitverschwendung, nach den Gründen oder Ursachen zu forschen. Ab dem Moment der Entlassung geht es nur noch darum, einen neuen Job zu finden. So einfach ist die Formel. Natürlich kann ein Arbeitnehmer vors Arbeitsgericht ziehen und sich dort verschleißen. Ok, manchmal kann damit die Abfindung etwas nach oben getrieben werden. Insgesamt verliert ein klagefreudiger Mann jedoch wertvolle Lebensqualität. Er muss sich noch Wochen oder gar Monate mit seinem ehemaligen Chef herum ärgern. Auch hier gilt es, seine Niederlage positiv zu sehen. Ja, man wurde entlassen, Schwamm drüber. Jetzt gilt es, seine Energie neuen Aufgaben in einer neuen Firma zu widmen. Der Blick muss stets nach vorne gerichtet sein. Das Festhalten an der Vergangenheit bringt einfach nichts.

Das sind nur zwei Beispiele von echten Niederlagen, in denen man durchaus vor einem Scherbenhaufen steht. Das Eingestehen einer Niederlage ist die Grundvoraussetzung für eine positive Zukunft. Das Beschäftigen mit der Ex oder das Nachtrauern um einen verlorenen Job ist dagegen zermürbend. Solche Niederlagen gehören einfach zum Leben. Wer sich da fremdbestimmen lässt, der verliert seinen eigenen Charakter, besonders wenn nach Rache gegiert wird. Was bringt einem Rache tatsächlich? Nichts. Dabei wird die eigene wertvolle Zeit mit vergangenen Themen verschwendet. Der Blick für die Zukunft wird verbaut. Racheaktionen entpuppen sich einige Zeit später sowieso als kindisch mit oft folgenschweren Konsequenzen. Von Rache zerfressene Menschen haben das in ihrem Gesicht stehen. Es fehlt die Lockerheit und die Motivation, etwas Neues zu beginnen. Rache entspringt aus einem armen Geist.

Eine Niederlage ist keine Katastrophe, sondern eine Wunderdroge, um die Ärmel hochzukrempeln. Jetzt erst recht! Endlich befreit von seinen Altlasten nochmal richtig aufs Gaspedal drücken. Das sind positive Effekte. Und weil es viele Niederlagen im Leben gibt, besteht zum Glück sehr oft die Chance, etwas Neues zu beginnen. Sei es ein neuer Job oder ein Ortswechsel für mehr Perspektive. Dabei verschwinden auch die lästigen Probleme mit der Ex und ihren Kindern. Aus den Augen, aus dem Sinn. Klar wird es einige Bettelbriefe vom Jugendamt geben, die anfangs sicherlich lästig sein können, aber bei genauerem Hinsehen sind Briefe von Jugendämtern nur aus standardisierten Textbausteinen zusammen gezimmert. Anders geht es auch nicht, da die Mitarbeiterinnen dort nicht zur individuellen Ansprache fähig sind. Deshalb sind Jugendämter auch so wenig kompromissbereit. Sturheit ist der Ausdruck von Dummheit. Das muss akzeptiert werden. Doch wer das weiß, der wird auf Briefe vom Jugendamt einfach nicht mehr antworten. Sollen sie doch vor Gericht ziehen. Vielleicht wird das Jugendamt oder die Exfrau dann eines Tages den Gerichtsvollzieher in die Spur schicken. Ist das eine Niederlage? Wohl kaum. Wer vorbereitet ist, und das sind eigentlich alle, erlebt keinen Schiffbruch. Warum sich dagegen wehren? Das verbaut nur den Weg in die eigene erfolgreiche Zukunft.

Niederlagen sind der Motor für Veränderungen zum Besseren. Deshalb muss man keine Rache üben. Wenn Niederlagen als fehlgeschlagene eigene Taktik begriffen werden, dann entsteht ein fruchtbarer Denkprozess. Welche künftigen Schritte sind die Richtigen? Wie komme ich meinem Ziel der Freiheit und Unabhängigkeit näher? Das sind lebenswichtige Überlegungen. Erfolgreich sein heißt auch die Hasser und Neider hinter sich zu lassen. Solche destruktiven Menschen beschäftigen sich dann mit anderen. Sie verlieren die Lust an einem und schon ist der Kopf frei für die wichtigen Dinge des Lebens. Das Motto muss lauten: Nur ich bin wichtig!

Die Frage, ob mit einem anderen Verhalten eine Niederlage abgewendet hätte können, darf man sich nicht stellen. Niederlagen sind einfach normale Erfahrungen, die akzeptiert werden müssen. Erfolg kommt nicht von alleine, sondern durch positive Aktivitäten und Denkweisen.

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