• 28.04.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Technik, die begeistert

aktentasche

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Heute geht es um die männliche Rasur. Bisher habe ich noch keinen optimalen Rasierer gefunden und da bin ich sicher kein Einzelfall. Als Klassiker stehe ich nicht auf die elektrische Rasur. Zudem zupft das und reizt die Haut, was mich erheblich stört. Die Gilette Nassrasierer sehen mir einfach zu blöd aus und die jährliche Erhöhung der Klingenanzahl wie auch des Preises ist fast schon lächerlich. Deshalb kaufte ich meine Rasierer bisher beim Discounter. Der Lidl Rasierer taugt überhaupt nichts, denn wenn ich nicht aufpasse, ritze ich meine Haut auf. Der Rasierer von Norma ist dagegen zwar samtweich, aber die Bartstoppeln gehen damit kaum ab. Da muss ich mich fünfmal rasieren, bis meine Haut einigermaßen glatt ist. Das kann es nicht sein. Ich ärgere mich alle paar Tage darüber, aber meine Bequemlichkeit hat mich bisher blockiert, eine bessere Lösung zu suchen.

Doch heute ging die Sonne auf. Mich schrieb ein Hersteller an, dass er für den klassischen Mann den perfekten Rasierer hätte. So mit Pinsel, Rasierseife und einem angeblich tollen Hautbalsam für den männlichen Duft. Der Rasierhobel sieht aus wie vor 20 Jahren. Dieses Set gefällt mir optisch sehr gut. Nun stehe ich nicht auf Werbung im Männermagazin, für Geld schon gar nicht. Und ich will obendrein keinerlei Verpflichtung eingehen. Über Produkte schreibe ich nach eigenem Ermessen. Da sind mir die Folgen wurscht. Nachdem ich diesem Hersteller meine Meinung übermittelte, erwartete ich eine Absage oder keine Antwort. Das war bisher immer so gewesen und ist praktisch Standard. Nein, schrieben sie mir, dieses Risiko gehen sie gerne ein und sie hätten damit kein Problem. Nun erwarte ich nächste Woche das Rasierset für den klassischen Mann. Erstens habe ich 69,- € gespart, denn so teuer ist die Box mit den angeblich tollen Produkten. Dann mal her damit. Zweitens kann es nicht schaden und wenn das Produkt wirklich gut ist, dann löst es mein Rasurproblem.

Ich liebe den Mix aus nostalgischen und modernen Produkten. Eine schöne Uhr mit Handaufzug ist praktisch ein Muss. Ich stehe auf russische Uhren, denn die hat wirklich niemand. Meine Buran läuft exakt und sieht nebenbei toll aus. So wie meine Aktentasche. Ein echter Kracher. Ich habe eine alte Aktentasche aus dem Jahr 1940 bei Ebay gekauft und zum Sattler gebracht. „Bitte nachbauen und die alten Schlösser verwenden.“ Diese Aktentasche hat niemand und in dieser schönen Qualität schon gar nicht. Diese Tasche ist seit Jahren ein Markenzeichen von mir.

Der Lacher hingegen ist mein Lacktäschchen für meine kosmetischen Produkte. Meine schwulen Kumpels lästern immer ab, dass selbst Schwule so schwul nicht sein können, um so eine Lacktasche zu tragen. Das juckt mich nicht. Ich trage sie in der linken Hand und rechts meinen Koffer. Mit Absicht trage ich sie für jeden sichtbar. Bis jetzt kam mir noch keiner blöd, obwohl ich schon mehrfach darauf gelauert habe. Vielleicht sehe ich zu maskulin aus. Es interessiert mich nicht, was andere über mich denken. Ich vertrete das freiheitliche Prinzip. Alles ist erlaubt.

Wer als Mann wirklich etwas darstellen will, muss aus der Reihe tanzen. Das Weibersmartphone von Apple, man nennt es wohl iPhone, geht überhaupt nicht. Die völligen Weicheier haben so ein Teil sogar in Gold. Ein Blackberry hingegen sieht schick aus und es hat kaum jemand. Das fällt auf. Dazu gehört eben auch das Lacktäschchen. Mit gewagten Accessoires bleibt man einfach in Erinnerung, auch bei Frauen. Wer wie alle anderen aussieht, der bleibt nicht haften. Quasi ein Nullgesicht in der großen Masse!

Und da reiht sich auch die Technik ein. Ich nutze einen Mix aus topmodernen und nostalgischen Produkten. Sieht es nicht geil aus, mit einem Lada 2104 vorzufahren und dann seinen Rechner der Spitzenklasse in einem maßgefertigten Alukoffer herauszuholen? Nun mag ein Lada Frauen bestimmt nicht ansprechen, aber der Kontrast ist der Rechner. Da kann man ins Grübeln kommen. Ist der Typ jetzt arm oder nicht? Wer weiß das schon, aber darauf kommt es nicht an. Es geht nur darum, was einem persönlich gefällt. Nicht mehr und nicht weniger.

Nun bin ich von meinem neuen Rechner absolut begeistert. Ein Dell XPS 27. Eine echte Rakete, mit dem Nachteil, dass auf dem Windows 10 meine Software nicht mehr läuft. Die erste Möglichkeit einer virtuellen Windows 7 Maschine mit Hyper-V von Microsoft funktioniert zwar, aber nur im Netzwerk. Und da ich den Dell für meine Mobilität gekauft habe, ist dieser Lösungsansatz leider nutzlos. Nun kommt ein Computerfuzzi zu mir. Er ist von sich überzeugt, die Lösung für mich zu haben. Da bin ich gespannt, ob er es packt. Eigentlich habe ich diesen Knaben bisher immer mit dem Satz auf die Schippe genommen, dass er seine Leistungsgrenze vor Jahren schon erreicht hat. Eine höfliche Umschreibung, dass er nichts kann. Nun darf dieser Spezialist zeigen, was er drauf hat. Ich lasse mich gerne überraschen.

Und noch ein Tipp. Telefoniert in der Öffentlichkeit nie mit einem Tablet. Das sieht richtig bescheuert aus. Ein Tablet kann noch so teuer sein, aber an Lächerlichkeit ist das nicht zu überbieten. Der coole Mann von heute zieht lässig sein Blackberry aus seiner Jackentasche. Eine männliche Jacke von Thor Steinar bietet dazu einen schönen Kontrast.

Doch zurück zum Rasierer. Für mich ist nicht nur die Rasur wichtig, sondern auch das Balsam. Für mein Parfüm Photo von Lagerfeld habe ich bisher noch kein After Shave gefunden, das damit harmoniert. Zwischendurch habe ich das Classic von Lagerfeld getestet, aber es riecht nicht so toll wie das Photo. Obwohl ich mich über das Photo auch schon richtig geärgert habe. Binnen weniger Jahre ist der Preis von 25 € auf fast 50 € gestiegen. Das ist für einen Unterhaltspreller wirklich nicht witzig. Schließlich muss ich auf jeden Cent gucken. Arm zu sein ist wirklich kein Zuckerschlecken.

Und noch ein Tipp für die Männer, die ein Weib aufreißen wollen. Frauen schauen gerne auf die Hände. Die Fingernägel werden grundsätzlich mit einer Feile bearbeitet und mit einer Nagelcreme behandelt. Topgepflegte Hände sind der Dosenöffner schlechthin. Neben einem feinen maskulinen Duft. Schweißgeruch ist damit aber nicht gemeint.

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