• 20.08.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Das ist doch nicht viel Geld

steak

» Artikel vom

Es gibt noch immer genug Männer, die von einer schönen und heilen Familie träumen. Sie hofieren jede Frau und es kann nur eine Frage der Zeit sein, bis endlich die Richtige gefunden ist. Es muss die große Liebe sein, freilich beidseitig. Nichts ist schöner für einen Mann, als zu hören, dass er den tollsten Schwanz hat und die Liebste noch nie so ein Prachtstück im Mund hatte. Und der Sex ist einfach grandios, wie eigentlich alles. Das nennt man die klassische Wolke sieben. Oder war es der siebte Himmel? Jedenfalls gilt so ein Glück, das nur die allerwenigsten Männer erleben dürfen, als unbezahlbar. Und dennoch hat jede Frau ihren individuellen Marktwert, der sich aus ihrer Attraktivität auf der Balzpiste ergibt. Es ist zunächst ein ideeller Wert, der sich erst im Laufe der Zeit materialisiert und dann in Heller und Pfennig beziffert werden kann. Das tun die Richterinnen, insbesondere Familienrichterinnen, wenn die Muschi für immer schließt und die einst große Liebe den Hasenfuß macht. Dann ist der Tag der Abrechnung gekommen und es wird Kasse gemacht. Lebenslänglich!

In meinem Bekanntenkreis ist keine Frau. Warum auch. Ich halte die meisten Frauen für wirtschaftlich komplett nutzlos, auch wenn sie nützliche Dinge erledigen können. Natürlich müssen die Regale im Supermarkt eingeräumt werden oder eine Frau bedient mich im Restaurant. Doch selbst diese einfachen Arbeiten beherrschen Frauen immer weniger. Den Begriff „Dienen“ kennen sie meist nicht. Mit Hingabe eine Arbeitsaufgabe zu erfüllen, das ist für die meisten Frauen ein Fremdwort. Sie reden heute von einem Job, den sie lustlos und widerwillig erledigen.

Leider, aber nicht wirklich überrascht, musste ich den mangelnden Service in Wuppertal kennenlernen. Ich war mit meinem Freund in der Steakhauskette Maredo. Auch wenn Wuppertal eine der letzten Städte ist, die man in Deutschland gesehen haben muss, sind die Preise im Maredo in Wuppertal nicht billiger, als in attraktiven Metropolen. Sei es drum. Ich habe Maredo deshalb ausgesucht, weil da die Fleischqualität gleichbleibend gut bis sehr gut ist. Ich wurde dort noch nie enttäuscht. Mein Kumpel und ich stiefelten hinein und setzten uns.

Die Kellnerin trug ein Namensschild. Tanja stand drauf. Ihr Gesichtsausdruck war gleichbleibend versteinert und ich ahnte schon, was mich erwartet. Ich erkundigte mich bei der Kellnerin Tanja, ob das Tatar mit Brot serviert wird. „Aber natürlich, wie denn sonst?“ war die etwas schnippische Antwort. Klar, logisch, aber Nachfragen ist durchaus wichtig für mich, nachdem ich bereits unzählige unangenehme kulinarische Überraschungen erleben durfte. Das Rinderfilet bestellte ich mit einer Folienkartoffel und doppelter Portion Sauerrahm. Die Coke Zero kam recht flott, nach einigen Minuten dann das Tatar. Tanja stellte den Teller hin und verschwand ziemlich flott. Prima. Und wo ist das Brot? Ich musste meinen Leutnantston herauskramen, damit Tanja mich hört. Wo ist das Brot? Ja, kommt gleich. Natürlich vergessen. Das Tatar war prima und entsprach meinen Erwartungen. Dann kam das Rinderfilet. Ein wirklicher Traum, aber wo ist die doppelte Portion Sauerrahm? Wieder vergessen. Dazu muss noch erwähnt werden, dass mein Steak von einer dicken Bedienung auf den Tisch geklatscht wurde, dass nur noch die Bemerkung fehlte: „Friss, Du alter Sack.“ Die Art war jedenfalls nicht angemessen. Von Tanja ganz zu schweigen. Meine Nachfrage ergab, dass der Koch ein Mann und das Steak dementsprechend ein Gedicht war. Es ist ein Jammer zu erleben, wie eine lustlose und fachlich minderbemittelte Kellnerin die hervorragende Arbeit des Kochs entwertet.

Einen Tag zuvor war ich in einem anderen Steakhaus. In Schwelm. Das Restaurant heißt Eisenwerkschänke. Die junge Bedienung sah nett aus, hatte aber weder die Menüauswahl im Kopf, noch konnte sie mir gute Tipps geben. Bei den Getränken versagte sie komplett und so nahm ich sicherheitshalber den Klassiker. Ein Wasser. Als Vorspeise gönnte ich mir die Gambas für den stolzen Preis von 17,50 Euro. Warum der Knoblauch zu Kohle verbrannt wurde, weiß sicherlich nur der Koch. Die Steakkarte sah sehr gut aus. Ich ging mit meinem Freund in den Biergarten und dazu mussten wir am Holzkohlegrill vorbei. Die Glut sah etwas schwach aus und ich hoffte, dass der Grillmeister die entsprechende Sachkenntnis hat. Ich bestellte mir ein Rumpsteak für 32 Euro. Als das Steak dann kam, war ich etwas enttäuscht. Der Grillmeister hatte das Steak auf den lauen Grill gehauen und ließ es darauf langsam schmoren. Das Steak war braun ohne dunkle Kruste und der schöne Abdruck vom Grillrost fehlte auch. Die größte Enttäuschung war, dass dieses Steak mariniert wurde. Welcher Knallkopf mariniert ein teures Steak? Insgesamt war es essbar, aber richtig gut war es nicht. Und zu diesem Preis schon gar nicht.

Seitdem ich eine französische Eisenpfanne zu Hause habe, ist mein Qualitätsbewusstsein deutlich gestiegen. Heute weiß ich nicht nur, wie ein Steak gebraten wird, sondern auch wie es schmecken muss. Das hat mich komplett versaut und ich esse mein Steak mittlerweile lieber zu Hause. Dazu mache ich mir einen Salat und ein Baguette. Meine Steaks sind Weltklasse. Bei meinem autorisierten Metzger kostet das Kilo nicht unter 30 Euro, dafür ist die Qualität durchaus beeindruckend. Bei den Jungs von Gourmetfleisch.de macht man ebenso generell nichts falsch. Ein User hatte mich mit einem Gutschein zu meinem Geburtstag überrascht. Da glühte meine Eisenpfanne praktisch jeden Tag.

Eigentlich wollte ich über Frauen schreiben und bin etwas abgedriftet. Ja, Frauen sind besondere Schätzchen. Mein Kumpel aus Wuppertal knallt jedenfalls eine Alleinerziehende, die er sich als Freundschaft Plus hält. Von ihrem Exmann bekommt sie stolze 1.500 Euro Unterhalt monatlich, was sie jedoch nicht für ausreichend hält. Sie selbst ist eine exzellent ausgebildete Verkäuferin im Einzelhandel. In Kürze steht der nächste Unterhaltsprozess an und deshalb hat sie rechtzeitig ihre Arbeitsstunden gesenkt, damit der Unterhalt weiter satt sprudelt. Sie hofft es jedenfalls. Mich haben die Aussagen dieses Mäuschens nicht überrascht. Ich zeigte ihr am Rechner das Männermagazin und einige Videos, wie man den Unterhalt prellen kann. Sie glaubt natürlich nicht daran, denn ihr Exehemann sei ein Trottel. Ein richtiger Trottel kann er aber nicht sein, wenn er mehr als 3 Kilo netto pro Monat erwirtschaftet. Frauen glauben gerne an den ewig sprudelnden Unterhalt. Sollen sie es tun.

Ein weiterer prominenter und erfolgreicher Unterhaltszahler ist Oliver Pocher, der nun öffentlich seinen Unmut darüber geäußert hat. Er darf immer nur zahlen und niemals die Geldsummen in Frage stellen, weil seine Ex dann sehr sauer wird. Ja, es geht immer nur ums liebe Geld. Wenn eine Frau etwas anderes behauptet, dann lügt sie dreist. Frauen muss man sich als Mann leisten können.

Ich bin extrem stolz darauf, dass ich ein armes und einsames Würstchen bin. Ja, wirklich. Im Gegenzug muss ich nicht das dumme Gelaber einer Frau ertragen und keine Golddiggerin durchfüttern bzw. nach der Ehe lebenslänglich finanzieren. Eigentlich müsste ich es, aber ich bin eben der bekannteste Unterhaltspreller Deutschlands, so sagt es RTL.

Ein Steak ist niemals zu teuer für mich, weil ich eben keine Frau dabei habe. So spare ich nicht nur 50%, sondern satte 70%. Man mag solche Männer wie mich als geizig bezeichnen, aber tatsächlich sind es die Frauen. Sie wollen nichts zahlen oder sie behaupten, dass sie gezahlt hätten, wenn ihnen der Mann nicht zuvor gekommen wäre. Eine Ausrede ziehen Frauen stets flott aus ihrem leeren Geldbeutel. Ich packe keine Frau mehr an. Mein Geld, mein Körper und mein Erfolg gehören mir. In meinen verbleibenden Lebensjahren profitiere nur ich davon und das ist auch gut so.

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