• 28.04.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Uli Hoeneß wird auf die Schlachtbank geführt

uli

» Artikel vom

Passend zur Steuerpolitik der SPD gibt es nun einen berühmten Täter. Uli Hoeneß hat eine Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung gestellt. Dies hat der Focus unter Nichtbeachtung des Datenschutzes erschnüffelt und sogleich dem deutschen Volk mitgeteilt. Um es präziser zu sagen: Deutsche Beamte haben ihr Wissen um die Selbstanzeige von Uli Hoeneß völlig uneigennützig der Presse zugespielt. Das ist selbstverständlich eine Straftat, denn der Datenschutz wurde nicht extra für Herrn Hoeneß aufgehoben. Es versteht sich von selbst, dass davon niemand spricht und kein Beamter deswegen ohne Pensionsansprüche aus dem Staatsdienst geworfen wird.

Natürlich ist Steuerhinterziehung eine Straftat nach dem deutschen Strafgesetzbuch und nicht ungewöhnlich. Es wird eine Verhandlung geben und Herr Hoeneß wird eine Geldstrafe mit einer Bewährung kassieren. Der deutsche Staat hat kein Interesse daran, Herrn Hoeneß ins Gefängnis zu werfen, vielmehr möchte er von ihm die dicke Kohle absahnen. Das ist verständlich, denn der deutsche Staat ist im Wirtschaften nicht sonderlich gut. Das jährliche Haushaltsdefizit ist beachtlich.

Uli Hoeneß wird die nächsten Wochen durch die Medien gejagt werden, stellvertretend für alle Steuerpreller und sonstigen bösen Buben. Einer muss immer den Kopf hinhalten und das deutsche Volk will belustigt werden, wie es in Deutschland Tradition ist.

Das lenkt prima von den eigentlichen Problemen ab, denn die deutsche Regierung bewegt sich derzeit zwischen Landesverrat und schwerem Betrug. Da geht natürlich niemand ins Gefängnis oder muss sich gar vor einem Gericht verantworten. Die strafrelevanten Taten der Bundesregierung sind vielfältig. Die Bundesregierung verpulvert deutsche Steuergelder an klamme EU-Länder, die angeblich für ihre Schulden selbst aufkommen müssen. Das schließt den Strafbestand der vorsätzlichen Täuschung an das deutsche Volk mit ein. Unsummen wurden schon verplempert. Der EU Vertrag scheint ein Lügendokument erster Güte zu sein.

Dazu gesellt sich munter das jährliche Versagen beim Bundeshaushalt. Niemand in der Bundesregierung ist fähig, einen ausgeglichenen Haushalt zu produzieren. Das ist schon erstaunlich, dass sich die Inkompetenz in der Bundesregierung konzentriert. Auch hier wird niemand zur Rechenschaft gezogen oder gar entlassen.

Nun wird aber alles gut, denn Uli Hoeneß wird für alles bezahlen müssen. Die verlogenen Politiker werden sich wie die Geier auf Hoeneß stürzen. Hoeneß wird dieses Verfahren stilsicher durchziehen und nach Abschluss das Weite suchen. Er wird nach Österreich oder in die Schweiz gehen und dann dem Finanzamt in Gedanken den Mittelfinger zeigen. Es geht nicht um die Strafe, sondern vielmehr um die Behandlung von Herrn Hoeneß. Eine Selbstanzeige geht normalerweise still und leise über die Bühne. Das ist auch der Sinn einer Selbstanzeige. Diese Möglichkeit bekommt Herr Hoeneß nicht, denn er wird nun der Meute zum Fraß vorgeworfen.

Es ist richtig, dass Uli Hoeneß einen Fehler gemacht hat. Aber auch die Finanzämter nehmen es nicht so genau mit Ehrlichkeit und Fairness. Jeder Unternehmer wird da lange Lieder singen können. Steuerforderungen können sofort gepfändet werden, doch Steuerrückzahlungen laufen schleppend und zögerlich. Gerade profitable Unternehmen können sich sicher sein, dass sie jährlich zerpflückt werden, damit das Finanzamt noch mehr kassieren kann.

Die Steuergesetzgebung in Deutschland extrem kompliziert, so dass sich Heerscharen von Steuerberatern und Steueranwälten dick und rund an den Kunden fressen können. Und trotzdem weiß der Kunde nie, ob die errechneten Steuern beim Finanzamt durchgehen. In Deutschland ist es nicht möglich, einheitliche Vorgaben und Steuersätze festzuzurren. Keine Chance! Alle Parteien haben in Wahlkämpfen Besserung gelobt, aber außer Absichtsbekundungen kam nichts dabei heraus. Niemand blickt mehr durch im Steuerdschungel.

Uli Hoeneß hat einen Teil seines Geldes in der Schweiz gebunkert, aber es ist auch interessant zu erfahren, wie viel Steuern Hoeneß schon bezahlt hat. Das werden auch satte Summen sein. Ein Dankeschön wird er dafür nicht bekommen.

Deutschland ist ein Sozialstaat, wo es der Unternehmer schwer hat. Die Bundesregierung labert von Solidarität und Umverteilung von Vermögen. Diese Idee ist schlimmer als der nicht mehr real existierende Sozialismus, denn im Sozialismus wurden die Faulpelze zur Arbeit getrieben. In Deutschland liegen Millionen von Menschen auf der faulen Haut und jammern, dass Hartz IV zu wenig sei. Wer heutzutage reich ist, muss sich für seinen Reichtum schämen. Nun haben die Faulpelze etwas zu lachen, denn dank eines Herrn Hoeneß gibt es frisches Geld für die Arbeitsunwilligen.

In Deutschland muss sich viel ändern, aber da wird nichts passieren. Wer sich die Politikergarde anschaut, bekommt das Lachen, aber es ist mittlerweile kein Spaß mehr.

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