• 22.04.2018

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Köstliches zu Weihnachten

weihnachten

» Artikel vom

Weihnachten im Ruhrpott. Da stellt sich nicht mal ansatzweise die Frage, ob dieses Weihnachten fantastisch war. Freiwillig fahre ich nicht dorthin und ausnahmsweise nur, weil meine Freunde dort wohnen. Ansonsten sollte jeder normal denkende Mensch einen großen Bogen um dieses Elend machen.

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, vor der Abfahrt zu Freunden wichtige Details abzusprechen, zum Beispiel wo ich schlafe. Natürlich dort wo ich im letzten Jahr lag. In einem anständigen Doppelbett. Dass mein Kumpel sich ebenso im Bett lümmelt, juckt mich nicht. Das bin ich vom Militär und vom Bau so gewöhnt. Zumal mein Kumpel ein erstklassiger Handwerker ist, der nicht empfindlich ist. Meine Betti fand es auch bequem, nichts geht für sie über ein Bett.

Wie nicht anders zu erwarten war in dieser Gegend mit mehrheitlich unterschichtigen Menschen kein Metzger in der Nähe. Der ging schon vor Jahren Pleite, nur der örtliche Bäcker hält sich noch wacker. Die Versorgung war damit für mich als verwöhnter Zugezogener Oberfrankens etwas unterirdisch. Oberfranken hat mich in dieser Hinsicht komplett versaut. Das Essen ist hier einfach geil. Aber zurück zum Ruhrpott.

Mein junger Kumpel knallt seit gut zwei Jahren eine Alleinerziehende. Ich lache mich immer schlapp und kann mein Lästermaul nicht halten. Ich kann ihr nichts abgewinnen und mit ihren 30 Lenzen hat sie ihren ohnehin flachen Zenit bereits weit überschritten. Wie auch immer. Zu Weihnachten schlug sie auf und versuchte sich ein wenig aufzupeppen. Nun ja. Das war nicht der Rede wert. Abends ging es dann darum, dass sie doch über Nacht bleiben könnte. Klar, warum nicht. Der väterliche Freund meines Kumpels schlug vor, dass ich im Wohnzimmer auf der Couch schlafen könnte und das junge Glück im breiten Doppelbett.

Das hat mich nicht geschockt, ich kenne solch fürsorgliches Verhalten Frauen gegenüber. Allerdings wollte man die vorher abgemachte Vereinbarung, dass ich im Bett grunze, einfach so wegen einer Frau brechen. Mit meinem breitesten Grinsen sagte ich, dass die Idee super ist, aber ich schlafe weder auf dem Sofa, noch in einem Hotel, sondern fahre dann nach Hause. Dabei genoss ich, wie die kleine Muschi ins Grübeln kam. Auf dem Sofa? Da wollte sie auch nicht schlafen. Und so schlug ich vor, dass wir doch alle zusammen im großen Doppelbett schlafen könnten, natürlich einschließlich Hund. Und sie sehe nun wirklich nicht so aus, dass ich nachts neben ihr einen harten Schwanz bekommen würde, sagte ich. Dann hielt ich meine Fresse und lauschte der folgenden Diskussion. Lange Rede, kurzer Sinn. Wir schliefen alle gemeinsam in diesem Doppelbett. Nur mein Hündchen fühlte sich durch die fremde Frau im Bett gestört und hoppelte nachts einige Male auf ihr herum. Die Alleinerziehende fand die Nacht dann nicht so prickelnd und ich musste mein Hündchen einfach nur loben. Nun sah die Alleinerziehende recht genervt aus und mein nettes Kompliment, dass sie morgens besonders super aussieht, sorgte für heitere Stimmung am Frühstückstisch. Beruflich ist sie eine Durchstarterin. Verkäuferinnen im Supermarkt muss es schließlich auch geben.

Nun ist Weihnachten das Fest der Liebe und so gesellten sich zum Weihnachtstisch auch zwei ältere Witwen. Um die 60 waren die beiden, Freundinnen vom väterlichen Freund meines Kumpels, der es mit Frauen nicht so hat. Er steht eben auf Männer. Jedenfalls waren die beiden Witwen etwas läufig, stets auf der Suche nach einem jungen Mann. Praktisch so, wie ich auf junge Dinger stehe. Die älteren Damen waren wirklich sehr nett, bis ich meine innere Einstellung loswerden musste. Ich stehe als Beute nicht zur Verfügung. Sie können mir maximal den Rücken schrubben, mehr aber leider nicht, weil ich mit Masturbieren den größten Spaß habe. Sie nahmen es mit Humor. Und dann waren sie auch schon verschwunden.

Abends gingen mein Kumpel und ich im Road Stop essen. Ein sehr schönes amerikanisches Lokal. Das Essen war wirklich sehr gut. Die junge Kellnerin war flott und nicht auf den Mund gefallen. Ihr Weihnachten war einfach nur Scheiße, weil sie keinen Freund hat und damit ihre Geschenke sehr dürftig ausfielen. Und so gab ich ihr zum Trost einige Tipps auf den Weg, von der Wahl des richtigen Tampons bis hin zum älteren Herrn als Geliebten, der einfach besser als die jungen Schnellspritzer ist. Das war köstlich und mit ihrer Ausbildung, sie hat Onlinemarketing studiert, sollte sie unverzüglich einen Mann mit Kohle suchen. Mit ihrem nutzlosen Studium wird sie eh keinen lukrativen Job finden und wohl für immer kellnern. Ein reifer Herr hingegen, wie ich beispielsweise, trägt so ein junges Ding auf Händen. Der Nachteil: Täglich dreimal Sex. Darunter geht freilich nichts. Das mag sie aber nicht, sagte sie. Na gut, da bleiben eben nur die Rummelplatztypen übrig und mit denen winkt ein Leben als Alleinerziehende, flüsterte ich süffisant in ihr linkes Ohr und musste meinem harten Stift einen Klaps geben, damit er nicht aus der Hose springt. Diese jungen Dinger bringen einen alten Sack wie mich durchaus noch in Wallung.

Dann lernte ich noch eine Frau mit Anfang 40 kennen. Sie sah recht gut aus und ihre Einstellung war bemerkenswert abgezockt. Noch ist sie verheiratet und ihr Ehemann war bis vor wenigen Jahren ein erfolgreicher Unternehmer. Dann bekam er einige Schlaganfälle und nun sucht sie ein Pflegeheim für ihn. Nebenbei vögelt sie gerne andere Männer, nachdem ihr eigener Mann es nicht mehr bringt. Weihnachten ist das Fest der Liebe und da darf eben auch gevögelt werden. Willkommen im Ruhrpott, wobei ich mir nicht sicher bin, ob Frauen nicht bundesweit diese Einstellung haben. Männer sind von Frauen eben nur geduldet, solange sie ihre Wünsche erfüllen und wenn nicht, dann weg damit und ein neuer Kerl muss her. Auch sie hat einen wertvollen Beruf: Verkäuferin.

Am Ende ist dieses Weihnachten alles beim Alten geblieben. Ich packte nach den Feiertagen meine Sachen und mein Hündchen und ich waren überglücklich, als wir zu Hause ankamen. Jetzt haben wir wieder nur uns. Ich kochte meinem Schatzi gleich eine Hühnersuppe und dann kuschelten wir auf dem Sofa. Gott sei Dank haben wir nicht die lästigen Probleme wie andere Menschen. Nun kann das Jahr 2018 langsam kommen.


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