• 24.06.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Vier Freundinnen werden eines Tages ganz bestimmt ihren Prinzen finden

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Jenny, Claudia, Katrin und Sybille sind Freundinnen. Im realen Leben und auch auf Facebook. Die Freundinnen sind jung und mit ihren 26 Jahren sind sie für die Männerwelt verfügbar. Sie sehen durchschnittlich aus und sie ähneln sich. Pickelchen auf der Stirn, zu dicke Oberschenkel, breiter Nacken, Augenringe, strähnige Haare, üppige Speckrollen und fette Oberarme sind nur einige Makel, die sie für kaum erwähnenswert halten. Jenny, Claudia, Katrin und Sybille sind in Wahrheit junge Frauen, die von Gott mit Sicherheit nicht gesegnet sind.

Diese vier Freundinnen haben ein gemeinsames Hobby. Sie laden unentwegt Bildchen von sich in Facebook hoch und checken damit ihren eigenen Marktwert. Binnen kurzer Zeit bekommen sie die gewünschten „gefällt mir“ Klicks und unzählige Komplimente, wie super sie aussehen. Auch ihre männlichen Facebook-Freunde können sich nicht zurückhalten und verteilen jede Menge Rosen. Das stärkt das Selbstbewusstsein dieser jungen Damen und sie fühlen sich blendend, sogar hübsch.

Mit diesem frischen Selbstbewusstsein gehen die Freundinnen auf die Jagd und präsentieren sich der Männerwelt als begehrenswerte Frauen. Schließlich haben sie ihr Aussehen auf Facebook gecheckt und die Resonanz war umwerfend, gar überwältigend. Sie stolzieren in ihre Lieblingsbar und nippen die erste Stunde an einem günstigen Cocktail. Sie stehen da, sie tanzen, sie lachen und versuchen die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Sie sehen einige gutaussehende Männer, die sich aber nicht für sie interessieren. Dann werden die Cocktails nicht mehr genippt, sondern schlichtweg gesoffen. Zu tief sitzt der Frust, dass immer noch kein Mann anbeißt. Bald sind die jungen Dinger angetrunken und wechseln gefrustet die Location. Sie gehen zu Fuß in eine andere Bar, in der Hoffnung, dass dort tolle Männer auf sie warten. Auf dem Weg zur nächsten Bar erscheint ihnen eine gute Chance. Einige junge Burschen kommen ihnen entgegen und nun hoffen die Damen, dass sie angesprochen werden. Sie werden von den Burschen bemerkt, aber was sie hören, lässt ihnen den Atem stocken. „Na, Ihr speckigen Dorfmatratzen! Nichts abgegriffen?“ Nach dem kurzen Schock von dieser Wahrheit, Besoffene und Kinder sagen immer die Wahrheit, werden die Freundinnen aggressiv und wollen die jungen Burschen verprügeln. Und die Männer machen das Richtige: Sie nehmen Reißaus. In so einer Situation kann ein Mann nur verlieren.

Alle vier Freundinnen rücken nun in die Bar ein. Jenny ist schlau und sondert sich ab, denn sie bildet sich ein, dass sie immer noch am besten aussieht, während ihre Freundinnen Männer eher abschrecken. Jenny steht lässig an der Bar und schon kommt ein netter Kerl und unterhält sich mit ihr. Jenny kann dem Gespräch kaum folgen, denn die vielen Cocktails vernebeln ihren ohnehin schon schwachen Geist. Jenny reißt sich zusammen und schafft es, dass sie der nette und hübsche Kerl mitnimmt. Jenny freut sich, denn endlich hat sie einen attraktiven Freund gefunden.

Claudia, Katrin und Sybille gehen leer aus. Sie legen ihr Geld zusammen und investieren die letzte Kohle in Wodka. Völlig betrunken gehen sie nach Hause und senden sich in der Nacht noch einige Whatsapp, dass nun wirklich keine schönen Männer in den Bars waren. Das hat sich nicht gelohnt und sie wollen nur auf den richtigen Mann warten. Nein, sie wollen sich nicht an durchschnittliche Männer verschwenden, es muss ein Mann sein, der sie verdient. Dann laden sie noch fix ein Bildchen von sich in Facebook hoch und erfreuen sich an den vielen „gefällt mir“ Klicks. Ja, sie sehen super aus.

Jenny hat nicht das große Los gezogen, denn nach dieser Nacht hat sich ihr neuer gutaussehender Freund nicht mehr gemeldet. Sie kann das nicht verstehen, wo sie doch so schön und attraktiv ist. Wie kann sie als super aussehende Frau versetzt werden? Eine Antwort findet Jenny bei ihren Freundinnen. Der Typ war eben doof, so sagen Claudia, Katrin und Sybille einstimmig. Die heimliche Schadenfreude ihrer Freundinnen bemerkt Jenny nicht. Sie bemerkte auch nicht, dass sie in der besagten Nacht besoffen von den vielen Cocktails ihrem hübschen Kerl ins Bett gepullert hat.

Jenny, Claudia, Katrin und Sybille sind noch heute die besten Freundinnen. Sie laden viele Bilder auf Facebook hoch und immer noch bekommen sie unzählige „gefällt mir“ Angaben für ihr hübsches Aussehen. Sie saufen mehr denn je und haben keinen Freund. Doch sie sind sich absolut sicher: Eines Tages wird ganz bestimmt der richtige Prinz kommen.

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